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Bedeutende Mediziner-Ehrung

Georg Nagel feiert in Neapel und bleibt dem Bodensee verbunden

Der künftige Medizin-Nobelpreisträger aus Weingarten plant eine Feier mit Freunden und Familie. In den Südwesten zieht es den 73-Jährigen weiterhin regelmäßig – auch zum Schwimmen im Seerhein.
Drei Personen an einem Tisch mit Projektion von drei Männerporträts und Namen im Hintergrund.

Georg Nagel aus Weingarten erhält den Medizin-Nobelpreis 2026 gemeinsam mit Karl Deisseroth und Peter Hegemann. Den Erfolg will der 73-Jährige mit Freunden und Familie in Neapel feiern.

IMAGO/Atila Altuntas)

Würzburg/Konstanz. Mit einer Party in der Altstadt von Neapel will Georg Nagel am Mittwoch die Zuerkennung des Medizin-Nobelpreises feiern. Rund 70 Gäste könnten kommen, sagte der 73-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Seine italienische Frau habe nach der Nachricht aus Stockholm Freunde und Bekannte in Neapel informiert. „Ich bin zwar nicht vom Stuhl gefallen, aber war freudig überrascht“, sagte Nagel.

Mit seiner Familie hat der Forscher bereits angestoßen – mit Sekt, der von der Geburtstagsfeier seiner Tochter übrig geblieben war. Dazu gab es eine von einer Verwandten gebackene Caprese, eine italienische Schokoladen-Mandel-Torte.

Mit dem Campingbus nach Konstanz

Nagel wurde als ältestes von fünf Geschwistern in Weingarten im Landkreis Ravensburg geboren, besuchte in Ravensburg ein Gymnasium und studierte in Konstanz Biologie. Bis heute kehrt er an den Bodensee zurück. „Da habe ich noch Freunde“, sagte er. Zuletzt sei er mit dem Campingbus für vier oder fünf Tage angereist und habe auf einem Hof bei Freunden übernachtet. Von dort ging es täglich zum Schwimmen in den Seerhein.

Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Nagel in Würzburg, zuletzt als Seniorprofessor am Physiologischen Institut der Universität. Den Nobelpreis soll er im Dezember gemeinsam mit Peter Hegemann und Karl Deisseroth für Entdeckungen im Bereich lichtgesteuerter Ionenkanäle und Optogenetik erhalten.

Der Universität Würzburg will Nagel auch künftig verbunden bleiben. Außerdem möchte er um die Welt reisen sowie Symposien und Konferenzen besuchen. Die Wintermonate verbringt er überwiegend in Italien. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Sind wir Nobelpreisträger?

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