Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Hildenbrand will mehr Hitzeschutz im Gesundheitsbereich

Gesundheitsminister Hildenbrand hat wegen der Hitzewelle eine Taskforce für den Gesundheitsbereich eingerichtet.
IMAGO/Arnulf Hettrich)Stuttgart. Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) will den Hitzeschutz im Gesundheitsbereich verbessern. Dazu hat er eine Taskforce eingerichtet. Diese soll die Hitzeschutzaktivitäten von Krankenhäusern, Pflegeheimen, dem öffentlichen Gesundheitsdienst und bei der Medikamentenversorgung enger vernetzen und ausbauen. Außerdem soll die Bevölkerung besser über Hitzeschutzmaßnahmen informiert werden.
„Durch den Klimawandel werden Extremhitzeereignisse künftig zunehmen. Das bedeutet, dass Hitzeschutz nicht nur eine kurzfristige, sondern vor allem auch eine langfristige Aufgabe ist, die Bund, Länder, Kommunen und Einrichtungen betrifft“, so Hildenbrand. Sein Ziel: Erkrankungen und Todesfälle durch Hitze zu vermeiden und die Einrichtungen handlungsfähig zu halten. Zudem will er die Folgen extremer Hitze für Gesellschaft und Gesundheitswesen begrenzen.
Taskforce macht Bestands- und Bedarfsanalyse
Konkret hat die Taskforce die Aufgabe, zunächst eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchzuführen, die unter anderem auf die Herausforderungen von Krankenhäusern und Pflegeheimen während der Juni-Hitzewelle eingeht. Daraus sollen zügig konkrete Maßnahmen folgen wie Hitzeschutzpläne für Einrichtungen oder auch deutliche Hinweise auf jetzt schon bestehende bauliche Möglichkeiten innerhalb der Krankenhausförderprogramme.
Das Landesgesundheitsamt, das im Gesundheitsministerium angesiedelt ist, hat bereits Umfragen bei den Kommunen zu Hitzeschutz und Hitzeaktionsplänen durchgeführt. Dort gibt es auch bereits seit 2022 das Kompetenzzentrum „Klimawandel und Gesundheit“, das auch in der Taskforce eine wichtige Rolle spielen soll. Das Gesundheitsministerium steht zudem in engem Austausch mit Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Kommunen, um die Lage kontinuierlich zu beobachten und auf mögliche weitere Hitzephasen vorbereitet zu sein.
Einrichtungen haben teilweise schon Hitzeaktionspläne
Viele Krankenhäuser und Pflegeheime in Baden-Württemberg reagieren bereits, so Hildenbrand. So arbeiten viele eng mit Feuerwehr und Gesundheitsämtern zusammen. Einige Einrichtungen haben präventiv und gezielt sogenannte „Hot-Spots“ – Orte mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko für hitzegefährdete Menschen – identifiziert, um bei Bedarf schnell mit Unterstützungsmaßnahmen reagieren zu können.
Zudem hatten einige Einrichtungen bereits vor der Hitzewelle Hitzeaktionspläne etabliert und interne Taskforces eingerichtet. Darüber hinaus beraten die bei den Stadt- und Landkreisen eingerichteten Beratungs- und Prüfbehörden (ehemals Heimaufsichtsbehörden) Pflegeeinrichtungen eng und unterstützen diese mit Handlungsempfehlungen und Checklisten.