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Lehre

Karriereweg Professur: Frauen erhalten Unterstützung

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg hat sich mit 21 Hochschulen für angewandte Wissenschaften für das Verbundprojekt „Traumberuf Professorin Plus“ zusammengeschlossen. Das Programm soll mehr Frauen für Lehre und Forschung an Hochschulen gewinnen.
Person vor einer grünen Tafel in einem Klassenzimmer.

Das Land fördert Programme, um mehr Frauen für Lehre und Forschung an Hochschulen gewinnen.

dpa/Westend61)

Stuttgart. Mehr Frauen in die Professur – das ist das Ziel des Verbundprojekts „Traumberuf Professorin Plus“. An der Auftaktveranstaltung zur dritten Förderrunde nahmen knapp 200 Gäste teil. Sie fand an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe (DHBW) statt.

Das Statistische Landesamt veröffentlichte im Jahr 2024 aktuelle Zahlen zur Geschlechterverteilung im Professorenberuf. Demnach waren 2023 an den Hochschulen im Land rund 7800 Professoren beschäftigt – darunter etwas mehr als 2000 Frauen. Das sind knapp 26 Prozent. Zwar ist die Zahl gestiegen, zehn Jahre zuvor lag der Frauenanteil noch bei 19 Prozent, trotzdem wählen immer noch mehr Männer den Weg der Professur. Anfang Februar wurden 368 neue Professoren an Hochschulen im Land berufen. Der Anteil an Frauen lag hier bei 43 Prozent.

Das Verbundprojekt hat es sich also zur Aufgabe gemacht, mit einem Mentoring- und Qualifizierungsprogramm mehr Frauen für Lehre und Forschung an Hochschulen zu gewinnen. Sie sollen innerhalb eines Jahres gezielt auf eine zukünftige Professur vorbereitet werden.

An der DHBW fand dazu eine Podiumsdiskussion statt, bei der Vertreter der Rektorate und Präsidien der Verbundhochschulen über Herausforderungen, Perspektiven und Rahmenbedingungen akademischer Karrieren sprachen. Das Podium zeigte auf, warum mehr Frauen in der Professorenschaft notwendig seien.

Veranstaltung mit Impulsvortrag und Diskussion

Die Leiterin des Verbundprojektes, Sissi Closs, kommentierte diese Diskussion: „Die Vielfalt an prominenten Stimmen auf dem Podium macht Mut – sie zeigt, dass sich Hochschulen gemeinsam und entschlossen für mehr Professorinnen einsetzen.“ Im Programm gibt es deswegen nicht nur fachliche Schwerpunkte, sondern auch Programm für die persönliche Entwicklung.

Die Professorinnenanwärterinnen – im Programm „Mentees“ genannt – werden jeweils von einem festen Mentor begleitet. Durch das Tandem sollen die fachliche Qualifizierung und auch der persönliche Erfahrungsaustausch gefördert werden. Nach einem Jahr individueller Begleitung und der Teilnahme an einem Kursprogramm, das sowohl in Präsenz als auch online stattfinden kann, erhalten die Mentees ein Zertifikat. Das Kursprogramm besteht aus Seminaren und Vorträgen.

Nicht das einzige Programm, das Professorinnen fördert

Das Wissenschaftsministerium von Baden-Württemberg hat vergangenes Jahr bekannt gegeben, das Margarete von Wrangell Juniorprofessorinnen-Programm weiterzuführen: „Wir wollen die Chancengleichheit in der Wissenschaft weiter voranbringen“, sagte Ministerin Petra Olschowski (Grüne). Auch in diesem Programm werden Nachwuchswissenschaftlerinnen im Tandem gefördert. Junior- und Tenure-Track-Professorinnen bekommen die Möglichkeit, ihr Forschungsgebiet weiter auszubauen. Dafür können sie für drei Jahre eine promovierte Wissenschaftlerin in Vollzeit anstellen.

Die promovierte Wissenschaftlerin erhält für diesen Zeitraum eine sichere Vollzeitstelle. So kann sie sich gezielt auf eine strukturierte Position nach Beendigung ihrer Promotion vorbereiten. Zum Beispiel auf eine Juniorprofessur, eine Tenure-Track-Professur oder die Leitung einer Nachwuchsgruppe. Für die Verlängerung des Programms wurde ein Budget von bis zu 3,1 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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