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Tierseuche

Könnte Rindertuberkulose auch in den Südwesten kommen?

Fälle von Rindertuberkulose kommen immer mal wieder vor. In Baden-Württemberg führt das nicht zu Beunruhigung - bestimmte Vorkehrungen werden trotzdem getroffen.
Nahaufnahme einer Kuhschnauze, Nasenlöcher und Mündungsbereich sichtbar.

Rindertuberkulose ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die auch auf Menschen übertragen werden kann.

imago images/Shotshop)

Stuttgart. Beim österreichischen Nachbarn gibt es immer wieder Fälle von Rindertuberkulose. Das baden-württembergische Agrarministerium beobachtet die Lage genau, sieht aber keinen Grund zur Beunruhigung – und ist vorbereitet. Es habe sich bewährt, von der Alm zurückkehrende Tiere zu testen, sagte ein Sprecher in Stuttgart.

2024 zuletzt im Südwesten

Insbesondere während der Weide- und Alpungsperiode im Sommer könnte die Krankheit auf Rinder aus dem Südwesten übergehen. Der Tuberkuloseerreger grassiere seit einigen Jahren in Gebieten von Tirol und Vorarlberg unter Rotwild. Auf der Alm könnten sich die Kühe infizieren, weil sie dort die gleichen Weiden nutzen wie das Rotwild. Da man sich dessen bewusst sei, teste man seit 2013 alle zurückkehrenden Weidetiere, die auf bayerischen und österreichischen Almen aufgetrieben worden waren.

Zuletzt wurden dabei 2024 zwei Fälle von Tuberkulose ermittelt. Die Tiere hatten zuvor Kontakt zu bayerischen Krankheitsfällen gehabt. „Die Untersuchung der rückkehrenden Weidetiere von bayerischen und österreichischen Almen hat sich bewährt und wird fortgesetzt“, teilte der Sprecher mit.

Im Bregenzerwald in Österreich gab es im April wieder Fälle der Tierseuche. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung gilt Deutschland seit 1997 als frei von Rindertuberkulose.

Was ist Rindertuberkulose?

Rindertuberkulose ist eine bakterielle Infektion, bei der verschiedene Organe befallen werden können. Am häufigsten bekommen Rinder nach der Infektion Lungentuberkulose. Die Krankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die auch vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Wird in einem Betrieb ein Tier positiv auf Tuberkulose getestet, müssen laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium alle Rinder des Bestands getestet sowie erkrankte Tiere gekeult werden. (dpa/lsw)

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