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Sondierung vor dem Durchbruch?

„Loslegen, aber nicht weiter so“: Handwerk fordert Durchbruch bei Sondierungen

Handwerkspräsident Rainer Reichhold hofft auf einen schnellen Durchbruch bei den Sondierungen zwischen Grünen und CDU und drängt auf zügige wirtschaftspolitische Entscheidungen in Baden-Württemberg.
Älterer Mann mit Brille in Anzug vor "HANDWERK BW" Logo an Wand.

Rainer Reichhold, der Präsident von Handwerk BW, fordert bei den Sondierungen von Grünen und CDU zügige Entscheidungen.

dpa/Bernd Weißbrod)

Stuttgart. Das baden-württembergische Handwerk hofft auf Fortschritte bei den Sondierungsgesprächen zwischen Grünen und CDU und mahnt zügige politische Entscheidungen an. „Loslegen, aber nicht weiter so“, forderte der Präsident des Spitzenverbands Handwerk BW, Rainer Reichhold.

In den vergangenen Tagen habe sich der Eindruck verstärkt, die Landeshauptstadt befinde sich in einem „politischen Dornröschenschlaf“ , sagte Reichhold laut einer Pressemitteilung des Verbands. Dies habe in den Betrieben die Sorge ausgelöst, dass der angekündigte Aufbruch für Baden-Württemberg erneut ausbleiben könnte. Nun setze das Handwerk auf einen Durchbruch in Richtung Koalitionsverhandlungen.

Wahlkampfversprechen müssen Taten folgen

Im Wahlkampf sei eine Politik unter dem Motto „Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft“ angekündigt worden. „Den Worten müssen jetzt spürbare Taten folgen“, so Reichhold. Die Wirtschaft erwarte, dass die Wahlsieger ihre Ankündigungen umsetzen. Baden-Württemberg befinde sich in einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise, auch im Handwerk sei die Geschäftslage so schlecht wie seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr. Zudem habe das Land bei der Bildung an Boden verloren, ein spürbarer Bürokratieabbau sei bislang nicht erkennbar. Die Wähler haben der bisherigen Regierungsarbeit deshalb keinen Freibrief zur Fortsetzung gegeben, sondern andere Köpfe mit anderen Wahlversprechen und neuen Mehrheitsverhältnissen gewählt.“

Ein „Weiter so“ ist keine Option

Die Welt warte nicht auf Baden-Württemberg, betonte der Landeshandwerkspräsident: „Dem Land geht es nicht gut genug, um mit seinem Schicksal allzu lang herumzupokern. Und auch ein einfaches Weiter so ist keine Option.“ Vorschläge, wie man die Macher im Land motiviert, wie man Anreize für den Wiederaufstieg des Landes schafft, habe das Handwerk schon vor Monaten formuliert. Reichhold wörtlich: „Jetzt geht es daran, die längst definierten Aufgaben fleißig anzugehen.“

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