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Kriminalität

Mehr Kriminalität in Hallenbädern: Innenministerium legt Zahlen vor

Während in den Freibädern Baden-Württembergs die Zahl der Straftaten 2025 mit 947 Fällen auf niedrigem Niveau blieb, stieg sie in Hallenbädern um gut 28 Prozent auf 1358 an.
Hallenbad mit mehreren Becken, Trennlinien und Sprungbrett. Beleuchtete Wände.

In Hallenbädern stieg die Zahl der erfassten Straftaten im vergangenen Jahr deutlich – vor allem wegen einzelner Sonderfälle. (Symbolfoto)

pixabay)

Stuttgart. In den Freibädern Baden-Württembergs ist die Zahl der erfassten Straftaten im vergangenen Jahr leicht gestiegen, verbleibt aber auf einem im Zehnjahresvergleich niedrigen Niveau. In Hallenbädern gab es hingegen einen deutlichen Anstieg, der vor allem auf Sonderfälle zurückgeht. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Landtag hervor.

Nach Angaben des Ministeriums registrierte die Polizei im Jahr 2025 in den Freibädern des Landes 947 Straftaten. Das entspricht einem Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (909 Fälle). Abgesehen von den Pandemiejahren 2020 und 2021 liegt die Zahl damit aber weiterhin auf einem der niedrigsten Stände der vergangenen zehn Jahre; im Vergleich zu 2016 entspricht das einem Rückgang um 38,1 Prozent. In Hallenbädern stieg die Zahl der Straftaten hingegen um 27,9 Prozent auf 1358 Fälle. Das Innenministerium führt diesen Zuwachs im Wesentlichen auf Großverfahren wegen Vermögens- und Fälschungsdelikten im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn zurück.

1,36 Millionen Euro für private Sicherheitsdienste

Bei den Verdächtigen erfasste die Polizei in Freibädern 491 Personen, von denen 55,6 Prozent die deutsche und 44,4 Prozent eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten. In Hallenbädern wurden 393 Tatverdächtige ermittelt (61,8 Prozent deutsche und 38,2 Prozent nichtdeutsche Staatsangehörige). Zugleich gaben Kommunen und Kreise in mindestens 49 öffentlich betriebenen Badeanlagen rund 1,36 Millionen Euro für private Sicherheitsdienste aus, wobei der Großteil der Ausgaben auf die Landeshauptstadt Stuttgart entfiel (rund 603.000 Euro). (epd)

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