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Mehrere Durchsuchungen nach Brandanschlag auf Starlink

Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen wurden in Baden-Württemberg zwei Wohnungen durchsucht.
dpa/Jan-Philipp Strobel)Stuttgart. Im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Starlink-Station in Polen hat es nach Angaben des baden-württembergischen Innenministers mehrere Durchsuchungen gegeben. Zwei europäische Haftbefehle seien zur Vollstreckung in Deutschland an das Bundeskriminalamt übermittelt worden, bestätigte der CDU-Politiker Manuel Hagel in Stuttgart . Am Montag seien zwei Männer durch Spezialkräfte in Nürtingen festgenommen worden, sagte Hagel. Zudem seien drei Wohnungen durchsucht worden, zwei davon in Baden-Württemberg. Außerdem soll die Polizei in Berlin-Spandau laut „Bild“ einen weiteren Verdächtigen gefasst haben, möglicherweise den Fahrer der beiden anderen Männer.
Eine Zeugin sei festgestellt worden, diese sei wieder auf freiem Fuß. Weitere Angaben zu dem konkreten Fall, etwa zu Verbindungen nach Russland oder zur organisierten Kriminalität, könne er nicht machen, sagte der Innenminister. Die Ermittlungen befänden sich in einer sehr frühen Phase. Zudem unterlägen wichtige Informationen der Geheimhaltung.
Hagel fordert „echte Abwehrdienste“
Hagel warnte aber vor der konkreten Bedrohungslage. Man rüste die Sicherheitsarchitektur auf und müsse aufwachen aus dem „Dornröschenschlaf“. Man müsse aus den Landesämtern für Verfassungsschutz nun „echte Abwehrdienste“ machen.
In einem Terminal des Satelliteninternetdienstes Starlink 50 Kilometer südlich von Warschau hatte es am 23. September gebrannt. Die polnische Regierung sprach kurz danach von einem wahrscheinlichen Sabotageakt gegen die Station, die auch die Sicherheit des Internetbetriebs in der Ukraine gewährleiste. Warschau sieht die russischen Geheimdienste hinter dem Brandanschlag. Am Morgen wurden in dem Zusammenhang zwei Personen in Nürtingen in Baden-Württemberg festgenommen. Die „Schwäbische“ hatte zuvor berichtet, es habe zudem zwei weitere Festnahmen in Karlsruhe und Berlin gegeben. (dpa)