Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Nach Ella: Neustart von Bildungsplattform zeigt erste Erfolge

93 Prozent aller hauptamtlichen Lehrkräfte und 95 Prozent aller Schulen nutzen das Bildungsportal.
Kultusministerium)Stuttgart. Allein hat Baden-Württemberg über Jahre keine guten Erfahrungen mit dem Aufbau einer digitalen Bildungsplattform gemacht. Jetzt zeigt die Zusammenarbeit mit Rheinland-Pfalz Erfolge. In einer „Win-Win-Situation“, wie die zuständige Kultusstaatssekretärin Sandra Boser (Grüne) berichtet, ist unter anderem ein überarbeitetes Dashboard zur Verfügung gestellt worden: „Wir haben technisch noch einmal eine große Schippe draufgelegt.“
Der Anspruch war riesig, die Enttäuschung noch viel größer. Kurz vor dem Start 2018 musste die damalige Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), die noch von ihrem Vorgänger Andreas Stoch (SPD) auf den Weg gebrachte Bildungsplattform „Ella“ stoppen. Entschieden wurde nach mehreren Neuanläufen, schrittweise vorzugehen. 2023 haben die beiden Länder dann ihre Kooperationsvereinbarung unterzeichnet mit den Zielen: Erstens den Austausch von Wissen zu verstetigen, um komplexen Sachverhalten gerecht zu werden, und zweitens Entwicklung und Arbeit zu bündeln. Was konkret bedeute, „dass beide Länder den Entwicklungsbedarf bei einer gemeinsam genutzten Software feststellen und daraufhin die Optimierung auf den Weg bringen, damit beide Länder künftig schnellstmöglich flächendeckend auf dem neuesten Stand sind“.
Von der Zusammenarbeit mit den Nachbarn in Mainz profitieren nach den in einem Zwischenbericht vorgelegten Zahlen inzwischen rund mehr als eine Million Nutzer in beiden Ländern. Sie haben Zugang zu den Lernmanagementsystemen Moodle und itslearning, zum Messenger Threema, zum digitalen Arbeitsplatz für Lehrkräfte, der Landesmediathek SESAM und zu KI-Anwendungen. Rheinland-Pfalz versteht sich dabei nicht nur als Kooperationspartner, sondern auch als Vorbild. Denn: Mittlerweile nutzen 93 Prozent aller hauptamtlichen Lehrkräfte und 95 Prozent aller Schulen das Bildungsportal, zu dem auch alle Eltern der Schüler Zugang haben, etwa zum digitalen Bücherregal oder zum Online-Lexikon.