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Sport und Politik

Özdemir: Lieber Politikstress als Bälle „in die Fresse“

Wer im Handballtor stand, den erschüttert so schnell wohl kein Kabinettstreit: Cem Özdemir blickt auf seine Berliner Ampel-Zeit zurück. Dort habe sich sein Studium der Sozialpädagogik bezahlt gemacht.
Mann hält Laptop vor modernem Gebäude mit Glasdrehtüren.

Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) sieht sich durch seine Vergangenheit als Handballtorwart gut auf den Stress des Regierungsalltags vorbereitet.

dpa/Stefan Puchner)

Stuttgart. Wer schon ständig Bälle ins Gesicht bekommen hat, den bringt offenbar auch die schwierigste Regierungsarbeit nicht so schnell aus der Ruhe. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) sieht sich durch seine Vergangenheit als Handballtorwart jedenfalls bestens für politische Stressmomente gewappnet, wie er nun scherzhaft bei einer Abendveranstaltung der Grünen-Fraktion in Stuttgart berichtete.

Özdemir scherzt über seine Zeit in der Ampelregierung

Özdemir mahnte in seiner Rede einen guten Regierungsstil der politischen Mitte an. Dabei dürfe man mit dem Finger nicht nur auf die jetzige Bundesregierung zeigen, auch die Vorgängerregierung habe es nicht „super“ gemacht. Özdemir gehörte der Regierung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) selbst mehrere Jahre als Bundesagrarminister an. „Ich habe mich oft genug gefragt, warum bist du eigentlich Sozialpädagoge geworden. Du wendest das doch gar nicht an“, sagte er. Im Kabinett der Ampel habe er dann gewusst, wofür er seine sozialpädagogischen Fähigkeiten gebrauchen könne, scherzte Özdemir.

Warum Politik für Özdemir wie Urlaub ist

Seine Devise für schwierige Situationen: „Bleib immer ruhig, entspann dich. Nichts ist so schlimm wie im Handballtor zu stehen und den Ball ständig in die Fresse zu bekommen.“ Özdemir berichtete, selbst als Torwart gespielt zu haben. „Von daher ist das alles wie Urlaub für mich“, sagte er scherzhaft über die Politik. In seiner Jugend hatte Özdemir einst bis zur B-Jugend Handball in Bad Urach gespielt. Im Wahlkampf zur Landtagswahl brach er sich beim Handballtraining mit jungen Spielern in Stuttgart zwei Finger. (dpa/lsw)

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