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Bildung

Reformidee: CDU-Chef Manuel Hagel wirbt für ein landesweites „Abitur plus“

Jeder Landkreis soll mindestens einen Standort fürs „duale Gymnasium“ anbieten.
"Abi" und ein Pluszeichen auf grüner Tafel. Stuhl rechts unscharf.

Reutlingen bietet ähnliche Form an.

dpa/Eibner Pressefoto/Montage: STA)

Stuttgart. Gewälzt wird die Idee seit langem, in der nächsten Legislaturperiode möchte CDU-Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel (CDU) Nägel mit Köpfen machen: In jedem Landkreis könnten an mindestens einem Standort das neue „Abitur plus“ angeboten werden, also ein Gymnasium mit zusätzlicher Berufsausbildung.

In Österreich ist die Schulform Standard: Es gibt Standorte, die führen die eigene Geschichte sogar auf Kaiserin Maria Theresia und das 18. Jahrhundert zurück. Ab der neunten Klasse werden in eigenen „Höheren Lehranstalten“ zahlreiche Berufsausbildungen mit Abschluss und Vollabitur angeboten. Der Weg zu letzterem ist neunjährig und damit ein Jahr länger als im klassischen allgemein bildenden Gymnasium. Teile der Ferien sind mit verpflichtenden Praktika gefüllt. Die Vermittlungschancen sind traditionell überdurchschnittlich gut.

An verschiedenen Standorten, etwa in Reutlingen, werden ähnliche Kombinationen auch in Baden-Württemberg angeboten, bisher jedoch ohne flächendeckende Wirkung. Hagel bezieht sich in einem Zeitungsinterview mit seinem Vorschlag auf das Gymnasium Gosheim-Wehingen (Landkreis Tuttlingen). Das wirbt für sich mit einer „Berufsorientierung in allen Jahrgangsstufen“ in Kooperation mit verschiedenen Fächern, insbesondere im Fach WBS (Wirtschaft/ Berufs- und Studienorientierung) und „dank eigenständiger Module in der Kursstufe. Hagel will sich mit der Neuerung an „leistungsbereite, motivierte und engagierte Schüler, die ein ausgeprägtes Interesse an MINT, Technik und Wirtschaft mitbringen“ wenden. Das Gymnasium zeige „mit seinem Abi Plus Modell eindrucksvoll, wie Zukunft geht“. Abitur und industrieller Berufsabschluss gemeinsam stelle Handwerk und akademische Wege „endlich auf Augenhöhe und weckt bei jungen Menschen wieder Lust auf technische Berufe“.

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