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Straftaten in Bussen und Bahnen nehmen deutlich zu

Notrufsysteme und der erweiterte Einsatz von Bodycams sollen das Reisen sicherer machen.
IMAGO/Arnulf Hettrich)Stuttgart. Die Zahl der Straftaten im öffentlichen Nahverkehr im Südwesten ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei 9.141 Delikte, was einem Anstieg um 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion hervorgeht.
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Die häufigsten Delikte waren Diebstähle mit 2.755 Fällen, gefolgt von Leistungserschleichung (2.130 Fälle), Sachbeschädigungen (991) und Körperverletzungen (887). Das Ministerium bewertet die Entwicklung als besorgniserregend, betont jedoch, dass das Risiko für den einzelnen Fahrgast, Opfer einer Straftat zu werden, angesichts der hohen Passagierzahlen weiterhin statistisch gering sei.
Mehr Sicherheitspersonal und Videotechnik
Als Reaktion auf die Entwicklung setzen die Verkehrsunternehmen verstärkt auf Sicherheitspersonal. So hat die DB Regio die Zahl ihrer Sicherheitskräfte in den vergangenen fünf Jahren um 15 Prozent auf rund 350 Mitarbeiter erhöht. Auch die Bahnbetreiber SWEG und Go-Ahead haben ihr Personal aufgestockt.
Zudem sollen eine verstärkte Videoüberwachung in neuen Fahrzeugen, Notrufsysteme und der erweiterte Einsatz von Bodycams das Reisen sicherer machen. Doppelbesetzungen bei Fahrscheinkontrollen hätten sich als besonders wirksam erwiesen, um Übergriffe zu reduzieren, hieß es.
Waffenverbot wird kontrolliert
Das seit Juli 2025 geltende Waffenverbot im öffentlichen Nahverkehr hat in den ersten zehn Monaten zu 288 geahndeten Verstößen geführt. In den meisten Fällen handelte es sich nach Angaben des Ministeriums um das Mitführen von Messern mit einer Klingenlänge von mehr als vier Zentimetern. (epd)