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Unterrichtsausfall möglich

Warnstreiks an Schulen im Südwesten – Diese Folgen drohen

Am Donnerstag rufen Gewerkschaften bundesweit zu einem Bildungsstreik auf. Das dürfte auch die Schulen im Land treffen - obwohl die Mehrheit der Lehrkräfte gar nicht streiken darf.

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr.

dpa/Uli Deck)

Stuttgart/Mannheim. Schüler und Eltern in Baden-Württemberg müssen sich am Donnerstag landesweit auf den Ausfall einzelner Unterrichtsstunden einstellen. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft bundesweit im öffentlichen Dienst zu Warnstreiks auf – darunter auch angestellte Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten. 

Man erwarte, dass durch den Streik im Südwesten Tausende Unterrichtsstunden ausfallen werden, teilte die Gewerkschaft mit. Wenn sich rund zehn Prozent der angestellten Lehrkräfte im Südwesten am Streik beteiligten, könnten rund 5000 Unterrichtsstunden ausfallen, rechnete die Gewerkschaft vor.

Das Kultusministerium kann die Auswirkungen nicht genau vorhersagen, geht aber davon aus, dass es keine größeren Ausfälle an den Schulen gibt. Es seien lediglich rund zehn Prozent der rund 120.000 Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten angestellt. Der Rest ist verbeamtet und hat kein Streikrecht.

Kundgebung in Mannheim

Die Streikenden im Südwesten treffen sich am Donnerstag zu einer Kundgebung in Mannheim, bei der die GEW bis zu 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet – auch aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Geplant sind eine Kundgebung vor dem Schloss, ein Demonstrationszug sowie eine weitere Kundgebung vor dem Wasserturm. 

Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Bundesweit geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, sodass auch diese rund 1,3 Millionen Personen betroffen sind. (dpa/lsw)

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