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Private Wohnungseigentümer haben immer weniger Interesse an Sanierungsmaßnahmen

Nur eine Minderheit von Wohnungseigentümern plant in der nächsten Zeit Sanierungsmaßnahmen.
dpa/ Westend61 |Sebastian Dorn)Stuttgart/Köln. Immer mehr privaten Vermietern fehlt die Bereitschaft, in die Sanierung ihrer Wohnungen zu investieren. Nach einer neuen Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für die DI Deutschland Immobilien AG wollen 59 Prozent der privaten Wohnungseigentümer derzeit keine größeren Sanierungsmaßnahmen in Angriff nehmen. Im vergangenen Jahr hatten dies nur 48 Prozent angegeben, also war eine Mehrheit vor einem Jahr noch bereit für Sanierungen zu investieren.
Eigentümer beklagen mangelnde Rentabilität
Bei Haus & Grund Württemberg zeigt man sich von den Zahlen nicht überrascht. „Viele unserer Mitglieder erklären, dass sie Maßnahmen derzeit zurückstellen, bis die rechtlichen Rahmenbedingungen klar sind“, erklärt Vorstand Sebastian Nothacker. Haus & Grund vertritt in Württemberg und Baden in zwei getrennten Verbänden mehr als 185.000 Haus- und Wohnungseigentümer.
Neben der unklaren Rechtslage durch die Änderung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist die mangelnde Rentabilität das größte Hemmnis. Das hat eine Untersuchung im Auftrag von Haus & Grund ergeben. Finanzielle Engpässe seien dagegen häufig nicht ausschlaggebend für die Investitionszurückhaltung.
Alter bremst Investitionen in den Wohnungsbestand
Es gibt aber auch persönliche Gründe, die sowohl die Umfrage als auch Nothackers Erfahrung belegen „Unsere Mitglieder sind nicht mehr die Jüngsten.“ Da frage sich mancher, ob es sich tatsächlich noch lohne, größere Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Zudem werde es in fortgeschrittenem Alter schwieriger, Kredite für solche Vorhaben zu bekommen.