Themen des Artikels
Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen
Quantencomputer sollen Lieferdienste effizienter machen

Quantencomputer gelten als leistungsfähiger als klassische Rechner, sind aber noch sehr fehleranfällig.
imago/Ikon Images)Stuttgart. Ein europäisches Forschungsprojekt unter der Leitung der Universität Stuttgart soll Quantencomputer für die Lösung komplexer Optimierungsprobleme fit machen. Wie die Universität am Dienstag mitteilte, setzt das Vorhaben namens FeedbacQ auf Methoden der Regelungstechnik, um etwa die spritsparende Routenplanung für Lieferdienste oder die Steuerung von Stromnetzen zu verbessern. Das Projekt wird mit 1,15 Millionen Euro gefördert.
Quantencomputer gelten als leistungsfähiger als klassische Rechner, sind aber noch sehr fehleranfällig. Die Forscher wollen die Berechnungen mithilfe von Regelungstechnik zuverlässiger und schneller machen. „Wir arbeiten an mathematischen Methoden, mit denen sich Quantenalgorithmen während des Rechenprozesses überwachen und in Echtzeit beeinflussen lassen“, sagte Projektleiter Julian Berberich von der Universität Stuttgart. Dieser Ansatz des ständigen Messens und Nachjustierens solle auch die Hardware verbessern.
Die neu entwickelten Methoden sollen an echten Quantencomputern erprobt werden, unter anderem an einem Gerät der Partneruniversität in Turin. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Zum Konsortium gehören neben der Universität Stuttgart die Freie Universität Berlin, zwei Pariser Universitäten, das Politecnico di Torino in Italien und die University of Malta. (epd)