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Stromausfall in Reutlingen: Mehrere Stadtteile betroffen

Einsatzkräfte der Polizei stehen im Rahmen der Ermittlungen im Umspannwerk.
dpa/Christoph Schmidt)Reutlingen. Nach dem Stromausfall in Reutlingen sind die Oststadt und ein betroffenes Klinikum wieder am Netz. Aber diverse Stadtteile und Gemeinden seien aber nach wie vor ohne Strom, sagte Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck (SPD) bei einer Pressekonferenz. Darunter sei auch der größte Stadtbezirk Betzingen mit mehr als 11.000 Einwohnern und der Stadtbezirk Ohmenhausen mit etwa 5.000 Einwohnern, die Gemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt sowie ein Industriegebiet.
„Das ist eine prekäre Situation. Sowas hat man Gott sei Dank nicht alle Tag“, sagte Keck. Insgesamt seien noch 30.000 Menschen betroffen, hieß es bei der Pressekonferenz.
Die Polizei hält sich mit Vermutungen zur Brandursache im Umspannwerk noch zurück. „Unsere Ermittlungen sind in jeglicher Richtung“, sagte Tina Rempfer vom Polizeipräsidium Reutlingen. „Wir beziehen ein, ob es eventuell ein technischer Defekt sein könnte oder eine Brandlegung, eventuell fahrlässig oder auch vorsätzlich“, sagte die Polizistin.
Es würden alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. „Unsere Spezialisten von der Kriminaltechnik, vom Landeskriminalamt sind vor Ort und befassen sich als oberster Schwerpunkt mit der Ursachenforschung“, sagte sie weiter.
In der Nacht hatte es im Umspannwerk Reutlingen-West gebrannt, der Strom fiel für mehrere Stunden aus. Laut einem Sprecher der Netze BW, die sich die Anlage mit dem regionalen Netzbetreiber FairNetz teilen, gibt es Hinweise auf Brandstiftung. Es seien drei Brandstellen gefunden worden, außerdem seien der Zaun und das Gelände vor der Anlage beschädigt, sagte ein Sprecher von Netze BW. (dpa)