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Tarifkonflikt

Warnstreik bei SWEG: Busse bleiben zum Schulstart stehen

Eltern und Schüler in mehreren Orten Baden-Württembergs stehen zum Schulstart vor Problemen: Die SWEG-Busse bleiben wegen eines Warnstreiks im Depot.
Vorderseite eines Busses, gelb-rot. Nummer 914, Aufschrift SWEG.

Viele SWEG-Busse bleiben wegen eines zweitägigen Warnstreiks in den Depots. Besonders zum Schulanfang müssen sich Fahrgäste in mehreren Regionen Baden-Württembergs auf erhebliche Ausfälle einstellen.

dpa/Bernd Weißbrod)

Lahr. Zum Wochenstart und Schulanfang müssen Pendler und Schüler in mehreren Orten von Baden-Württemberg mit massiven Behinderungen auf ihrem Weg zum Arbeitsplatz oder zur Schule rechnen. Nach dem Willen der Gewerkschaft Verdi sind Busse der SWEG wegen eines zweitägigen Warnstreiks seit den Morgenstunden in den Depots geblieben.

„Es steht alles still“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Friederike DeCoite. Die Beschäftigten sind auch für Dienstag zu befristeten Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Unternehmen hält Warnstreiks für verantwortungslos

Die SWEG kritisiert den Streikaufruf als unverhältnismäßig und verantwortungslos. „Verdi bringt eine unnötige Schärfe in die laufenden Verhandlungen, und das auch noch zum Schulbeginn“, hatte Konzerngeschäftsführer Thilo Grabo in Lahr erklärt.

Verdi-Verhandlungsführerin DeCoite sagte, die SWEG zwinge die Gewerkschaft mit ihrem Verhalten, den Busbetrieb auch zum Schulstart zu bestreiken. „Seit Monaten warten wir auf eine Reaktion auf unsere Forderung nach Schutz für die Fahrerinnen und Fahrer bei Kündigungen aufgrund von Ausschreibungen.“ Auch diesen Warnstreik habe man bewusst fünf Tage vorher angekündigt: „Um Eltern und ihren Kindern Zeit für die Planung von Alternativen zu geben, und um der SWEG die Chance zu bieten, mit einem Entgegenkommen die Arbeitsniederlegungen noch zu verhindern. Leider gab es keine Reaktion.“

Stockende Tarifverhandlungen

Betroffen von dem Warnstreik sind nach Unternehmensangaben erneut die Standorte Weil am Rhein, Müllheim, Endingen, Emmendingen, Lahr, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Gammertingen, Wiesloch, Sinsheim, Dörzbach und Lauda-Königshofen. Es sei in diesen Verkehrsgebieten mit erheblichen Fahrtausfällen im SWEG-Busverkehr zu rechnen. Betroffen sei auch der Schulbusverkehr der SWEG – dieser werde voraussichtlich vollständig ausfallen. „Eine Ersatzbeförderung für die Fahrgäste ist leider nicht möglich“, teilte die SWEG mit.

Grund für die Warnstreiks sind laut Verdi stockende Tarifverhandlungen. Bundesweit werde über höhere Entgelte im Eisenbahntarifvertrag verhandelt. (dpa/lsw)

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