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Internationale Zusammenarbeit

Baden-Württemberg feiert seine Partnerschaft mit der chinesischen Provinz Liaoning

Seit Lothar Späths Zeiten als Ministerpräsident pflegt Baden-Württemberg eine Partnerschaft mit der chinesischen Provinz Liaoning. Das 40-jährige Bestehen wurde nun in Stuttgart gefeiert.
Gruppierung von 22 Personen, zwei halten ein rotes Schild mit der Aufschrift "40".

Vertreter aus Baden-Württemberg und Liaoning feierten im Stuttgarter Rathausaal gemeinsam das Jubiläum der Partnerschaft.

Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)

Stuttgart. Baden-Württemberg und die chinesische Provinz Liaoning haben am Montag im Stuttgarter Rathaus das 40-jährige Bestehen ihrer Partnerschaft gefeiert. Die 1986 unter Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) gegründete Kooperation wird heute durch einen regelmäßigen Austausch in Arbeitsgruppen gepflegt, die mit Vertretern aus beiden Regionen besetzt sind, wie das Wirtschaftsministerium erklärte. Themen sind vor allem Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Umweltschutz und Gesundheit.

„Chinesische Unternehmen sind und bleiben wichtige Handelspartner, Mitbewerber und Technologiepartner für unsere Unternehmen. Auch Ansiedlungen chinesischer Hightech-Unternehmen sind für uns als Land von großem Interesse“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Die lange gepflegte Partnerschaft ermögliche es, „auch für beide Seiten schwierigere Themen auf regionaler Ebene deutlich anzusprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“ Wir hoffen aufrichtig, dass Liaoning und Baden-Württemberg ihre enge Partnerschaft auch künftig Seite an Seite fortsetzen, sich gegenseitig stärken und gemeinsam neue Impulse setzen“, sagte Shuang Pan, Direktorin im Handelsministerium von Liaoning.

Partnerregion ist viermal so groß wie Baden-Württemberg

Liaoning liegt im Nordosten Chinas, hat derzeit über 41 Millionen Einwohner und ist flächenmäßig viermal so große wie Baden-Württemberg. Die Grenze zu Nordkorea sowie die Nähe zu Russland machen die Provinz zu einem wichtigen Verbindungsweg für den Außenhandel in Nordostchina und Nordostasien.

Das Jubiläumsfest hatte das vor sechs Jahren gegründete China Netzwerk Baden-Württemberg organisiert. In dem Verein sind Vertreter aus der Wirtschaft, aber auch aus Wissenschaft und Politik aktiv. Zweck des Vereins ist die Förderung der deutsch-chinesischen, insbesondere der baden-württembergisch-chinesischen, Verständigung sowie der Ausbau der Informationsbasis auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet. Die Angebote des Vereins richten sich an deutsche Unternehmen mit China-Bezug, an chinesische Unternehmen mit Aktivitäten in Deutschland oder entsprechenden Vorhaben sowie an Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Institutionen, Universitäten, Hochschulen und sonstigen Organisationen.

China ist der wichtigste Lieferant für den Südwesten

Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr Waren im Wert von 13,3 Milliarden Euro nach China exportiert, das sind 5,5 Prozent aller baden-württembergischen Ausfuhren. Die Importelagen mit knapp 21 Milliarden deutlich darüber. China bleibt für den Südwesten der wichtigste Lieferant, vor allem bei Computern, Elektronik und optischen Produkten.

Eigene Wirtschaftsvertretung in China

Das Land Baden-Württemberg ist seit 1986 mit einer eigenen Wirtschaftsrepräsentanz in China vertreten. Geleitet wird die Niederlassung der Standortagentur Baden-Württemberg International in Nanjing von Henning Vogelsang. Der Wirtschaftsrepräsentant unterstützt und berät baden-württembergische Unternehmen vor Ort und stellt Kontakte zwischen baden-württembergischen und chinesischen Unternehmen her.

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