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Jubiläum

Die Ausbildungsumlage in der Bauwirtschaft gilt als Erfolgsmodell

In der Bauwirtschaft entwickelt sich die Zahl der Azubis gegen den allgemeinen Trend nach oben. Arbeitgeber und die Gewerkschaft BAU machen dafür auch die Ausbildungsumlage verantwortlich
Zwei Personen arbeiten mit Hämmern im Freien vor einem Backsteingebäude.

Baubetriebe, die Azubis ausbilden, bekommen einen Großteil der Kosten über die Ausbildungsumlage ersetzt.

IMAGO/Funke Foto Services/Lars Fröhlich )

Wiesbaden/Stuttgart. In der Bauwirtschaft ist die Zahl der Auszubildenden im Jahr 2025 bundesweit wie auch in Baden-Württemberg deutlich gestiegen. Im Südwesten lag das Plus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen nach Zahlen der Sozialkassen (Soka) Bau bei 15,9 Prozent, während über alle Branchen gerechnet 2,6 Prozent weniger Azubis eingestellt wurden.

Alle Baufirmen müssen die Umlage bezahlen

Für diese positive Entwicklung gegen den Trend machen die Bauarbeitgeberverbände und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (BAU) die Ausbildungsumlage verantwortlich. Diese war vor genau 50 Jahren durch einen Tarifvertrag festgelegt worden und wird heute von Arbeitgebern und Gewerkschaft in einer gemeinsamen Mitteilung als Erfolgsmodell bezeichnet.

Durch den Anfang Mai in Kraft getretenen „Tarifvertrag über das Verfahren für die Berufsbildung im Baugewerbe“ werden alle Betriebe der Bauwirtschaft verpflichtet, monatlich einen Berufsbildungsbeitrag für jeden Arbeitnehmer zu zahlen. Der liegt momentan bei 1,9 Prozent der Bruttolohnsumme. Für Angestellte wird ein Festbeitrag von 18 Euro fällig.

Fast 500 Millionen Euro Ausbildungskosten erstattet

Die Beiträge müssen wegen der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge auch von nicht tarifgebundenen Unternehmen gezahlt werden. Die so eingenommen Gelder schüttet die Soka Bau an die Betriebe aus, die ausbilden. Diese bekommen so die Ausbildungsvergütungen für 17 von 36 Monaten bei einer dreijährigen Ausbildung ersetzt. Außerdem werden die Kosten für die überbetriebliche Ausbildung in einem der bundesweit 180 Ausbildungszentren der Bauwirtschaft fast vollständig übernommen.

„Betriebe mit der für die Bauwirtschaft typischen kleinen Betriebsgröße bekommen aus dem Verfahren, wenn sie ausbilden, mitunter sogar mehr Leistungen, als sie Beiträge zahlen“, sagt Soka-Bau-Vorstand Gerhard Mudrack. 2025 gingen bundesweit 486 Millionen Euro an die Ausbildungsbetriebe.

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