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Kohleausstieg

EnBW verkauft Kohlekraftwerksblock

Die EnBW hat ihre Anteile an einem der beiden Kohlekraftwerksblöcke in Lippendorf (Landkreis Leipzig) verkauft. Damit kommt der Konzern seinem Ziel, bis Ende 2028 aus der Kohleverstromung auszusteigen einen großen Schritt näher.
Industrieanlage mit großen Kühltürmen, aus denen Dampf aufsteigt.

Das Gemeinschaftskraftwerk Lippendorf ist seit 1999 in Betrieb und verfügt über zwei Kraftwerksblöcke mit einer elektrischen Nettoleistung von jeweils 875 Megawatt.

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Karlsruhe . Der Energieversorger EnBW hat seine Anteile an einem der beiden Kohlekraftwerksblöcke in Lippendorf (Landkreis Leipzig) verkauft. Damit macht der Karlsruher Konzern einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung seines Erzeugungsportfolios. Man senke damit die CO2-Emissionen um bis zu zweieinhalb Millionen Tonnen jährlich, erklärte Peter Heydecker, EnBW-Vorstand für Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur. Im Gegenzug erhöhe sich der Anteil erneuerbarer Energien an den Erzeugungskapazitäten der EnBW auf rund 64 Prozent.

Die EP Energy Transition betreibt nun beide Kraftwerksblöcke

Die EnBW hat ihre Anteile mit Ablauf des 31. Dezembers 2025 an die EP Energy Transition, Teil der EP Group, verkauft. Die EP Energy Transition war zuvor bereits über die Lausitz Energie Kraftwerke AG zu 50 Prozent am Kraftwerk Lippendorf beteiligt und hat nun also die verbleibenden 50 Prozent von der EnBW erworben. Zu den Details haben beide Parteien Vertraulichkeit vereinbart.

Das Gemeinschaftskraftwerk Lippendorf ist seit 1999 in Betrieb und verfügt über zwei Kraftwerksblöcke (R und S) mit einer elektrischen Nettoleistung von jeweils 875 Megawatt. Die Anlage erreicht einen Nutzungsgrad von rund 46 Prozent und zählt damit zu den effizientesten Braunkohleanlagen in Europa.

Kohlebasierte Stromerzeugungskapazität um 40 Prozent verringert

Die kohlebasierte Stromerzeugungskapazität der EnBW verringert sich durch den Verkauf auf 2,2 Gigawatt. Einschließlich dieses Schritts hat die EnBW ihre Erzeugungskapazität im Bereich Kohle innerhalb von zwei Jahren um rund 40 Prozent reduziert. Die EnBW will bis Ende 2028 vollständig aus der Kohleverstromung aussteigen.

Um das Erzeugungsportfolio auf erneuerbaren Energien umzustellen, plant die EnBW, bis 2030 rund 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin sollen bereits rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen. Laut EnBW sei dies einer der zentralen Meilensteine auf dem Weg zum Net-Zero Ziel. Damit sollen die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen im Jahr 2040 auf null heruntergefahren werden, so der Konzern.

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