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Eisenbahnprojekt

Herrenknecht liefert Bohrmaschine für Bahnstrecke Lyon-Turin

Der Hersteller von Tunnelbaumaschinen Herrenknecht liefert einen Tunnelbohrer für ein französisches Eisenbahnprojekt, der über 330 Meter lang ist. Er wird zum Bohren eines gut 57 Kilometer langen Eisenbahntunnels unter den französisch-italienischen Alpen eingesetzt.

Herrenknecht aus dem badischen Schwanau liefert weltweit Bohrgeräte für Eisenbahntunnel.

Herrenknecht AG)

Schwanau . Herrenknecht hat eine große Tunnelbohrmaschine für das milliardenschwere Eisenbahnprojekt zwischen dem französischen Lyon und der norditalienischen Metropole Turin übergeben. Die Maschine sei für den neuen Mont-Cenis-Basistunnel bestimmt, der künftig auf einer Länge von gut 57 Kilometern die französisch-italienischen Alpen unterqueren soll. Das teilte die Herrenknecht AG am Donnerstag in Schwanau (Ortenaukreis) mit.

Rund 100 Lkw sollen die Einzelteile nach Frankreich bringen

Die Maschine hat einen Durchmesser von gut zehn Metern und eine Gesamtlänge von 334 Metern. Zum Transport in die Alpen werden nach Unternehmensangaben jeweils einzelne Teile auf rund 100 Lkw verladen. Der Hersteller erhielt für das Tunnelprojekt Aufträge für insgesamt fünf Maschinen, wie der Vorstandsvorsitzende Martin Herrenknecht berichtete.

Den Auftragswert bezifferte er mit Hinweis auf die vereinbarte Vertraulichkeit nicht. Für den letzten Tunnelabschnitt der Verbindung laufe zurzeit noch die Auftragsvergabe.

Investitionen von rund 8,6 Milliarden Euro

Die grenzüberschreitende Bahnverbindung für Personen- und Frachtverkehr wird künftig gut 270 Kilometer lang sein und ist ein wichtiges europäisches Infrastrukturvorhaben. Für den Bau und das Management des grenzüberschreitenden Abschnitts ist das französisch-italienische Unternehmen TELT (Tunnel Euralpin Lyon Turin) verantwortlich. Laut dessen Angaben sollen allein für den grenzüberschreitenden Bereich rund 8,6 Milliarden Euro investiert werden. Die Bauarbeiten werden demnach voraussichtlich 2030 abgeschlossen. Das Eisenbahnprojekt ist wegen Protesten von Umweltschützern seit Langem umstritten.

Der Familienkonzern Herrenknecht ist nach eigener Aussage in seiner Sparte Weltmarktführer. Er setzte 2022 rund 1,2 Milliarden Euro um. Zahlen für das vergangene Jahr werden im April mitgeteilt. Derzeit beschäftigt Herrenknecht weltweit rund 5000 Menschen.

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