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Neue Bilanzzahlen

LBBW meldet zweitbestes Ergebnis der Konzerngeschichte

Die Landesbank Baden-Württemberg meldet das dritte Jahr in Folge einen Milliardengewinn. Trotz der schwachen Konjunktur und hohen Insolvenzzahlen hat die Bank ihre Risikovorsorge reduziert. Auch im laufenden Jahr will die LBBW die Milliardenmarke überspringen.
Eingang mit Drehtür zu modernem Gebäude, Schild mit Text "LBBW Pensionsmanagement GmbH".

Die Landesbank Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr fast 1,3 Milliarden Euro verdient.

Wolfgang Leja)

Stuttgart . Die LBBW hat ihren Wachstumskurs trotz kriselnder Konjunktur fortgesetzt. Der Gewinn vor Steuern wuchs für das Geschäftsjahr 2025 um vier Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Das ist das zweitbeste Ergebnis in der Konzerngeschichte und zugleich ein Ergebnis, das das dritte Jahr in Folge über einer Milliarde Euro liege, meldet der Konzern. Konzernweit wuchsen die Erträge entgegen der schwachen Konjunktur um sechs Prozent auf einen neuen Rekordwert von 4,25 Milliarden Euro. Alle vier Geschäftssegmente konnten die Erträge ausweiten und steuerten jeweils einen dreistelligen Millionenbetrag zum Konzernergebnis bei.

Beim Ausblick für das laufende Jahr zeigte sich Vorstandschef Rainer Neske angesichts der Unsicherheiten in der Geopolitik und der angespannten Wirtschaftssituation  vorsichtig. Dennoch rechnet der CEO in 2026 mit einem Ergebnis vor Steuern von mehr als 1,1 Milliarden Euro, und damit leicht unter Vorjahr.

LBBW baut Risikovorsorge ab

Entgegen der schwachen Konjunktur und hohen Insolvenzzahlen hat die LBBW die Risikovorsorge abgebaut. Mit 332 Millionen Euro lag sie leicht unter dem Vorjahreswert (360 Millionen Euro). Erhöhtem Vorsorgebedarf im Segment Immobilien und Infrastrukturfinanzierung stand ein Rückgang im Unternehmenskundengeschäft gegenüber.

Im Segment Unternehmenskunden wuchs der Gewinn vor Steuern um mehr als die Hälfte auf 704 Millionen Euro nach 454 Millionen Euro im Vorjahr. Im „Wachstumsfeld Corporate Finance“ habe man die Marktführerschaft bei Schuldscheindarlehen erneut verteidigen können, so die LBBW. Sehr dynamisch habe sich auch das Cash Management und das Leasinggeschäft entwickelt.

Integrationsaufwand für die Berlin Hyp von über 100 Millionen Euro

Das Segment Immobilien und Infrastrukturfinanzierung erreichte einen Gewinn vor Steuern von rund 300 Millionen Euro (2024: 396 Millionen Euro). Darin enthalten sind Integrationsaufwendungen für die Berlin Hyp von über 100 Millionen Euro. Die Erträge konnten vor allem dank eines starken Neugeschäfts in der Infrastrukturfinanzierung leicht ausgeweitet werden. Schwerpunkte waren hier Erneuerbare Energien und der Ausbau der digitalen Infrastruktur. In der gewerblichen Immobilienfinanzierung, die nun unter der Marke Berlin Hyp auftritt, sei das Marktumfeld herausfordernd. Dennoch habe das Neugeschäft mit rund 14 Milliarden Euro etwas höher gelegen als im Vorjahr.

Im Kapitalmarktgeschäft lag das Ergebnis mit 292 Millionen Euro nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (311 Millionen Euro). Das Segment Private Kunden/Sparkassen steigerte den Gewinn auf 198 Millionen Euro (2024: 193 Millionen Euro). Insbesondere das Wertpapiergeschäft und die Vermögensverwaltung entwickelten sich dynamisch. Zuwächse gab es außerdem im Vermittlungsgeschäft sowie im Zahlungsverkehr. Das Einlagenvolumen hat die LBBW ebenfalls ausweiten können.

Besonders erfreulich ist zudem der Anstieg des Provisionsergebnisses um mehr als 8 Prozent. Treiber waren unter anderem das transaktionsbezogene Wertpapiergeschäft, die Vermögensverwaltung und Gebühreneinnahmen aus dem Kreditgeschäft und Avalen. Die Eigenkapitalrendite lag stabil bei 7,8 Prozent.

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