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Metallarbeitgeber drohen vor Tarifverhandlungen mit „verschärftem personellen Kahlschlag“

Vor dem Start der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie warnt Südwestmetall vor weiter steigenden Lohnkosten. Die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Geld weist der Arbeitgeberverband als überzogen zurück.
Mercedes-Benz Group AG)Stuttgart. Die Arbeitgeber in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie warnen vor einem „verschärften personellen Kahlschlag“, wenn die Lohnkosten weiter steigen. „Wir müssen die Kosten senken. Daran führt kein Weg vorbei“, sagte der Südwestmetall-Vorsitzende Peter S. Krause am Mittwoch in Stuttgart. Am Donnerstag kommender Woche beginnen in Ludwigsburg die Tarifverhandlungen für die heimische Metall- und Elektroindustrie.
Die Forderung der IG Metall nach fünf Prozent mehr Lohn, wies Hauptgeschäftsführer Oliver Barta als „schlicht realitätsfremd und völlig überzogen“ zurück. Ein eigenes Angebot legen die Arbeitgeber vor Beginn der Tarifrunde meist nicht vor.
Arbeitgeber fordern spürbare Entlastung bei den Lohnkosten
„Wir brauchen eine spürbare Entlastung – ganz besonders für die Unternehmen, die stark mit der Transformation zu kämpfen haben, sagte Barta. Ziel müsse es sein, Lösungskorridore für Kostensenkungen zu schaffen, so Krause. Der frühere Rheinmetall-Vorstand rief die IG Metall dazu auf, zu zeigen, „dass wir als Tarifvertragsparteien gemeinsam handlungsfähig sind.“ Konkrete Vorschläge, wie Kosten gesenkt werden sollten, machte der Arbeitgeberverband aber nicht.
Baden-Württembergs Metall- und Elektroindustrie ist vom Strukturwandel wegen des hohen Anteils von Autoherstellern und -zulieferern besonders betroffen. Im Juli waren in der Branche im Südwesten noch 914.000 Menschen beschäftigt und damit rund 95.000 weniger als auf dem Höchststand 2019. Jedes zweite Unternehmen rechne derzeit mit einem weiteren Beschäftigtenabbau, zitiert Südwestmetall eine aktuelle Umfrage.
Von den Unternehmen würden die hohen Arbeitskosten am häufigsten als negativer Standortfaktor genannt. Dahinter folgen Bürokratie und Regulierung, Wirtschaftspolitik und Planungssicherheit.