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Unternehmerlegende

Reinhold Würth: „Der Leistungsgedanke ist verloren gegangen“

Wofür soll man sich anstrengen? Unternehmer Reinhold Würth vermisst den Leistungswillen bei den Menschen in Deutschland. Liefert aber auch eine mögliche Erklärung.
Älterer Mann in Anzug spricht vor zwei Mikrofonen.

Reinhold Würth übernahm den Betrieb seines Vaters im Alter von 19 Jahren.

IMAGO/Political-Moments)

Künzelsau. Der Unternehmer Reinhold Würth hat eine mangelnde Arbeitsmoral in Deutschland kritisiert. „Der Leistungsgedanke ist verloren gegangen“, sagte der 91-Jährige dem Portal „The Pioneer“, das am Montag einen Auszug aus einem Gespräch in einem Podcast veröffentlicht hat.

Aus Würths Sicht habe das mit dem Wohlstand im Land zu tun. Deutschland sei eines der reichsten Länder weltweit. Den Bürgern gehe es gut, es müsse niemand frieren oder hungern. Die Hälfte des Bundes- und wahrscheinlich auch der Landeshaushalte gingen für Soziales ins Volk, sagte Würth. Die Menschen müssten begreifen, dass der Wohlstand nicht vom Himmel runtergeflogen komme.

Reinhold Würth begann 1949 eine Lehre in der Schraubengroßhandlung seines Vaters. Nach dessen Tod fünf Jahre später übernahm der damals 19-Jährige den kleinen Betrieb. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten im großen Stil. Das für seine Produkte im Montage- und Befestigungsbereich bekannte Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg, wozu etwa Schrauben oder Dübel zählen, machte Würth zum Milliardär und zu einem der reichsten Deutschen. Würth ist Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens. (dpa/lsw)

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