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Richtfest für die digitale Schaltstelle des Autobahnverkehrs im Südwesten

Seine Ansprache hält Bundesverkehrsminister Steffen Bilger vom dritten Stock des Rohbaus der künftigen Verkehrszentrale Südwest.
Jürgen Schmidt)Asperg. Gewöhnlich baut die Autobahn GmbH des Bundes vor allem Straßen, doch in eigener Sache ist sie an der A 81 in Asperg an der Stadtgrenze zu Ludwigsburg derzeit auch im Hochbau aktiv. Auf dem Gelände der Autobahnmeisterei entsteht ein Neubau für die Verkehrszentrale Südwest.
Bund investiert 24 Millionen Euro in den Neubau
Der bisherige Standort der Verkehrszentrale in Stuttgart-Feuerbach wird zu klein und entspricht nicht mehr den Anforderungen. Deshalb hat das Unternehmen des Bundes beschlossen, neu zu bauen und dabei die Verkehrszentrale mit der Autobahnmeisterei auf einem Gelände zusammenzubringen. Denn zwischen beiden Bereichen gebe es viele Berührungspunkte, so eine Unternehmenssprecherin.
Für Bundesverkehrsminister Steffen Bilger ist die neue Verkehrszentrale „eine der wichtigsten digitalen Schaltstellen im deutschen Autobahnnetz“, wie der CDU-Politiker beim Richtfest für den Neubau am Dienstag sagte. Denn die Region Stuttgart gehöre zu den verkehrsreichsten Räumen Deutschlands.
Über 1000 Kilometer Autobahn werden von der Verkehrszentrale überwacht
Der Bund investiere in die intelligente Steuerung des Verkehrs, damit Menschen und Güter zuverlässiger ans Ziel kommen. „Wir zeigen in Ludwigsburg, wie Zukunft geht“, betonte Bilger. Die Verkehrszentrale Südwest ist für die Überwachung von mehr als 1000 Kilometer Autobahn in Baden-Württemberg sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen zuständig.
In der Verkehrszentrale werden rund um die Uhr Daten von Kameras und Sensoren an den Strecken gesammelt und ausgewertet. Die 76 Mitarbeiter können dann bei Störungen, etwa durch Unfälle, in die Anzeigetafeln über den Autobahnen Warnhinweise, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder auch Umleitungsempfehlungen einspielen. Zudem sind die Operatoren der Verkehrszentrale für die Gewährleistung der Sicherheit in allen Autobahntunneln mit mehr als 400 Metern Länge im Südwesten zuständig.
Für das dreistöckige Haus an der Autobahnanschlussstelle Ludwigsburg-Nord will der Bund rund 24 Millionen Euro ausgeben. Ein Teil der Kosten wird aus EU-Fördermitteln gedeckt. Der Umzug der Verkehrszentrale ist Ende 2027 geplant.
Ausgediente Leitplanke als Fassadenverkleidung
Bei dem Neubau habe man auf Nachhaltigkeit gesetzt und wolle das Gebäude entsprechend zertifizieren lassen, erklärte der Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH, Dirk Brandenburger. Verwendet wurde auch Recyclingmaterial aus dem eigenen Bestand. An der Fassade sollen ehemalige Autobahn-Leitplanken verbaut werden.