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Kommunale Kreditinstitute

Sparkassen in der Ortenau gehen zum Jahreswechsel zusammen

Die Sparkasse Offenburg/Ortenau und die Sparkasse Kinzigtal schließen sich zum Jahreswechsel 2026/27 zur Sparkasse Ortenau zusammen. Die 45 Trägerkommunen haben der Fusion jetzt zugestimmt.
Vier Männer stehen an einem Tisch, einer unterschreibt ein Dokument. Zwei Banner im Hintergrund.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Offenburg/Ortenau, Jürgen Riexinger, die Verwaltungsratsvorsitzenden Sven Müller und Marco Steffens sowie der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Kinzigtal, Sebastian Lebek (von links), unterzeichnen den Fusionsvertrag.

Sparkasse Offenburg/Ortenau)

Offenburg. In Mittelbaden entsteht ab 2027 eine der großen Sparkassen im Land. Durch die Fusion der kommunalen Kreditinstitute Offenburg/Ortenau und Kinzigtal entsteht die neue Nummer elf unter den dann 49 Sparkassen im Land. Die neue Sparkasse Ortenau wird nach eigenen Angaben auf eine Bilanzsumme von 7,2 Milliarden Euro kommen. Sie liegt damit knapp hinter der Sparkasse Ulm mit knapp 7,5 Milliarden Euro.

Kündigungen und Filialschließungen nicht geplant

Das neue Geldhaus wird rund 900 Mitarbeiter beschäftigen. Fusionsbedingte Kündigungen werde es nicht geben. Auch die Schließung von Filialen ist einer Mitteilung zufolge nicht geplant.

Die beiden Partner der Sparkassen-Ehe sind sehr unterschiedlich groß. Die Offenburger Sparkasse kam im vergangenen Jahr auf 5,4 Milliarden Euro Bilanzsumme und betreut ein Geschäftsgebiet mit 310.000 Einwohnern. Im Kinzigtal wurde eine Bilanzsumme von 1,8 Milliarden Euro erzielt. Im Geschäftsgebiet wohnen 62.000 Menschen. Trotz der Größenunterschiede sei auf Augenhöhe verhandelt worden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Offenburger OB stößt Fusionsgespräche an

„Die Ortenau braucht eine Sparkasse, die mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten kann“, begründet der Offenburger Bürgermeister Marco Steffens (CDU) den Zusammenschluss. Der Verwaltungsratsvorsitzende der Sparkasse Offenburg/Ortenau hatte die Gespräche angestoßen, die seit April liefen. Als größeres Institut kann die künftige Sparkasse Ortenau höhere Kredite vergeben und mittelständische Unternehmen bei umfangreicheren Vorhaben begleiten, etwa bei Investitionen in neue Anlagen oder bei der digitalen Transformation. Das sieht man auch im Kinzigtal als Vorteil.

„Für Betriebe im Kinzigtal verbinden wir künftig größere Finanzierungsmöglichkeiten mit zusätzlichem Spezialwissen“, sagt Sebastian Lebek, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Kinzigtal. Hinzu kämen Angebote, die bisher die Sparkasse Offenburg/Ortenau bereitstellt, wie die Unterstützung im Auslandsgeschäft oder die spezialisierte Beratung für Ärzte und Heilberufe.

Vierköpfiger Vorstand in neuer Sparkasse

Geführt wird die Sparkasse Ortenau künftig von einem vierköpfigen Vorstand. Dem gehören Jürgen Riexinger als Vorstandsvorsitzender, Sebastian Lebek als sein Stellvertreter sowie Alexander Meßmer und Nicole Dietl an. Carlo Carosi, der seit 2021 im Vorstand der Sparkasse Kinzigtal sitzt, scheidet mit dem Vollzug der Fusion aus.

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