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Verbände fordern rasche Änderung der Mantelverordnung

Die Verwertung von Bauschutt soll nach Vorstellung mehrer Verbände aus dem Baubereich einfacher werden als bisher.
IMAGO/Werner OTTO)Berlin/Stuttgart . 16 Verbände aus der Bau-, Baustoff- und Kreislaufwirtschaft drängen Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) zur Novellierung der Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) noch im ersten Quartal 2026. „Wir fordern die Bundesregierung auf, die Ersatzbaustoffverordnung schnell und pragmatisch nachzujustieren. Wir wollen mehr mit Recycling-Baustoffen bauen“, erklärt Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB). Das Umweltministerium hatte angekündigt, eine Novelle erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 anstoßen zu wollen.
Bauverbandschef: Änderungen ohne neue Bürokratie umsetzbar
In einem offenen Brief weisen die Verbände auf „low-hanging fruits“ hin, leicht umzusetzende Maßnahmen, die bereits erarbeitet worden seien. Dazu gehören eine Vereinfachung der Analytik, Klarstellungen zur Grundwasserdeckschicht und zu mobilen Aufbereitungsanlagen sowie reduzierte Dokumentationspflichten für die Unternehmen.
Diese Anpassungen seien unkompliziert umsetzbar, so die Verbände. Bauverbandschef Pakleppa zufolge könne mit einer Novelle schnell Rechtssicherheit geschaffen werden. Sie entlaste die Praxis und stärke die Kreislaufwirtschaft ohne neue Bürokratie. Die Verordnung, die gemeinsam mit Rechtsvorschriften zum Boden- und Wasserschutz in der Mantelverordnung gebündelt wurde, steht seit ihrem Inkrafttreten im Sommer 2023 in der Kritik. Und sie erreicht ihren Zweck, die Akzeptanz für Recyclingbaustoffe zu erhöhen nicht, im Gegenteil. Diese ist sogar gesunken, hat eine Evaluierung der Verordnung ergeben.