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Grundstoff für Batterie- und Elektrofahrzeuge

Vulcan Energy meldet positive Ergebnisse bei Lithium-Bohrung

Vulcan Energy Resources meldet erneut positive Testergebnisse bei einer Lithiumbohrung nahe Landau und bestätigt damit die Qualität des Reservoirs. Unternehmenschef Cris Moreno erklärte, dass die Ergebnisse die Erwartungen erfüllen oder übertreffen und die kommerzielle Produktion ab 2028 geplant ist.
Bohrturm und Industrieanlagen auf einem Feld, Berge im Hintergrund.

Hoher Lithiumgehalt: Vulcan Energy meldet positive Ergebnisse bei einer Testbohrplatz nahe Landau in der Pfalz.

Vulcan Energy)

Karlsruhe. Vulcan Energy Resources will im Oberrheingraben Lithium gewinnen. Das Unternehmen besitzt dafür insgesamt acht Explorationslizenzen, verteilt auf Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Bei der fünften Bohrung nahe Landau in der Pfalz meldete das Unternehmen nun erneut positive Testergebnisse. Mit dem Test seien die Erwartungen an die Reservoirqualität – einschließlich Durchlässigkeit, Lithiumgehalt, Temperatur und Druckverhalten – bestätigt oder sogar übertroffen worden, sagte Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan Energy.

Hoher Lithiumgehalt in der Thermalsole

Bereits im November 2025 hatte Vulcan bei Bohrungen positive Ergebnisse hinsichtlich der Geologie, Temperatur und dem Lithiumgehalt in der Thermalsole vermeldet. Der neue Test habe die starke Förderleistung des Bohrlochs bestätigt, so Vulcan.

Die jetzt erfolgte Bohrung ist die fünfte von Vulcans erster Projektphase „Lionheart“. Jeweils zwei weitere Bohrungen in Insheim sowie in Landau sind bereits in Produktion. Vulcans unternehmenseigene Bohrgesellschaft Vercana soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 eine zweite Bohranlage am Standort „Trappelberg“ in der Gemarkung Rohrbach errichten.

Vulcan plant bis zu 28 Bohrungen an sieben Standorten in und um Landau. Das Unternehmen hofft, dabei jährlich bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat zu produzieren. Mit dem Grundstoff will Vulcan eine „inländische, nachhaltige und kostengünstige Lithiumquelle für die europäische Batterie- und Elektrofahrzeugindustrie aufbauen. Zugleich will das Unternehmen jährlich 275 Gigawattstunden grünen Strom durch die Nutzung von tiefer Geothermie produzieren sowie 560 Gigawatt erneuerbare Wärme für die Region bereitstellen.

Kommerzielle Produktion soll im Jahr 2028 beginnen

„Die positiven Resultate geben uns zusätzliche Sicherheit für den Bau und die Umsetzung der ersten Projektphase, die nach Abschluss des Finanzierungspakets im Dezember letzten Jahres bereits begonnen hat“, erklärt Unternehmenschef Moreno. Die kommerzielle Produktion soll im Jahr 2028 beginnen. Nach den Vorstellungen des Unternehmens könne man „Europa mit nachhaltigem, kostengünstigem Lithium für die Batterie- und Elektrofahrzeugproduktion“ versorgen. Durch die Erzeugung geothermischer Energie wolle man außerdem einen Beitrag zur regionalen Wärmewende leisten, so Moreno.

Vulcan Energy spricht von der weltweit ersten klimaneutralen, kombinierten Produktion von Lithium und erneuerbarer Energie. Das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, stellt eine der größten Lithium-Ressourcen Europas dar und zählt zu den führenden Lithiumprojekten weltweit.

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