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Konjunkturkrise

Wirtschaftskraft Baden-Württembergs liegt weit über dem EU-Durchschnitt

Trotz der Konjunkturkrise bleibt Baden-Württemberg ein Schwergewicht innerhalb 27 EU-Länder. Die Wirtschaftskraft liegt um fast ein Drittel über dem europäischen Durchschnitt.
Ein roter Kran hebt einen gelben Container mit "Hapag-Lloyd"-Logo.

Aller Probleme zum Trotz ist die Wirtschaftsleistung Baden-Württembergs noch weiter über den deutschen und dem europäischen Mittelwert.

IMAGO/Herrmann Agenturfotografie//Udo Herrmann)

Stuttgart . Die Wirtschaftskraft Baden-Württembergs ist beachtlich. Das Land steckt zwar im Konjunkturtal. Doch gehört es weiterhin zu den zehn wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Das zeigen Berechnungen des Statistischen Landesamts für das Jahr 2024, nach denen das Land ein nominales Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 650 Milliarden Euro erwirtschaftet hat.

Wirtschaftskraft beträgt über 57000 Euro pro Kopf

Bezogen auf jede in Baden-Württemberg lebende Person sind das im Schnitt über 57000 Euro pro Kopf. Damit liegt der Südwesten um 29 Prozent über dem Durchschnittswert der EU-27-Länder. Auf der Ebene der EU-Mitgliedstaaten belegt Baden-Württemberg nach Luxemburg, Irland und den Niederlanden damit den vierten Platz.

Die Bundesrepublik liegt bei der Wirtschaftskraft, gemessen in Kaufkraftstandards pro Kopf, auf Platz 6. Sie liegt damit 17 Prozent über dem Durchschnitt aller EU-Mitgliedstaaten.

Getragen wird der Erfolg auch von den Exporteuren. Mittlerweile zum elften Mal in Folge ist der Südwesten das exportstärkste Bundesland – vor Bayern und Nordrhein-Westfalen. Alle 16 Bundesländer zusammen exportierten 2024 Waren im Wert von rund 1,5 Billionen Euro. Mit rund 240 Milliarden Euro stammte fast ein Sechstel dieser Exporte (15,5 Prozent) aus dem Südwesten.

Das vierte Rezessionsjahr in Folge droht

Trotzdem befindet sich das Land aktuell im dritten Rezessionsjahr in Folge. Während die Wirtschaftsleistung 2024 EU-weit um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr wuchs, schrumpfte sie im Südwesten um 0,4 Prozent. Für das zu Ende gehende Jahr erwarten die Experten des LBBW Research mit minus 0,2 Prozent erneut ein BIP Minus. Erst 2026 erwarten die Ökonomen mit 0,7 Prozent wieder ein Plus. 

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