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Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut lädt Autobranche zu Krisengipfel

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (CDU) strebt eine gemeinsame „Autoländer-Allianz“ mit Bayern und Niedersachsen an, um gegenüber Bund und EU mehr politisches Gewicht zu gewinnen.
dpa/ Bernd Weißbrod)Stuttgart . Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) hat am Mittwoch Vertreter der Automobilbranche zu einem Spitzengespräch eingeladen. „Wir haben ein offenes, konstruktives und vertrauensvolles Gespräch geführt. Die Lage ist ernst und verlangt entschlossenes gemeinsames Handeln“, sagte sie.
Sieben Betriebe im Filstal mussten 2025 aufgeben
Im Mittelpunkt standen die Folgen der Branchenkrise für die Standorte im Land. Bosch etwa schließt in Schwäbisch Gmünd die komplette Lkw‑Sparte: 600 Stellen fallen weg. Die Pkw‑Sparte verliert bis 2030 weitere 1200 Stellen. Im Filstal (Göppingen/Geislingen) mussten bereits sieben Betriebe 2025 schließen; die Region verliert ihren Status als industrielles Kerngebiet. Aktuell gilt der Audi‑Standort Neckarsulm als akut gefährdet.
„Investitionen müssen sich in Deutschland wieder lohnen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Dafür müsse die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gestärkt werden – durch verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie, wettbewerbsfähige Energiekosten und größere regulatorische Spielräume für Unternehmen.
Hoffmeister-Kraut will „Autoländer-Allianz“
Hoffmeister-Kraut will die Zusammenarbeit der großen Automobilländer Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen vertiefen. Eine „Autoländer-Allianz“ könne gegenüber Bund und Europäischer Union mit einer gemeinsamen Stimme für die Interessen der Industrie eintreten, so die Ministerin. Sie drängte auf eine technologieoffene Regulierung, ein internationales Level Playing Field sowie faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber anderen Wirtschaftsräumen. „Europa braucht eine Industriepolitik, die Unternehmen den notwendigen Handlungsspielraum für die Transformation gibt.“ Zudem forderte sie eine Reform der EU-Fördermechanismen. Künftig müssten nicht nur strukturschwache Regionen berücksichtigt werden, sondern auch jene, die mit hohen Innovationsinvestitionen Europas industrielle Stärke sichern.“ „Europa darf seine industriellen Kraftzentren im Strukturwandel nicht alleinlassen.“ Mit den Branchenvertretern wurde nun vereinbart, eine Taskforce einzurichten.