Mit Homeschooling können weniger Lehrkräfte mehr Jugendliche unterrichten. Zugleich wird ein Plus an individueller Förderung möglich. Und auf den Straßen gibt es weniger Verkehr. Corona hatte diesen hybriden Unterricht erzwungen. Längst wird überlegt, wie sich daraus tragfähige Konzepte für die Zukunft entwickeln lassen.
Laut Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung: Lehrer klagen über hohe Belastung
Laut einer Umfrage des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) empfinden Lehrkräfte an Grundschulen und in der Sekundarstufe I ihre Arbeitslast als "eher hoch" oder sehr hoch". Ein Hauptfaktor dafür ist nach ihren Angaben die heterogene Schülerschaft.
Schopper: „Man muss über alles reden, ohne Denkverbote“
An diesem Freitag starten die Gespräche über eine parteiübergreifende Bildungsallianz. Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) erörtert ihre Erwartungen und spricht über die Rückkehr zu G9, die Grundschulempfehlung und Fragen der frühkindlichen Bildung. Das Gespräch führten Christoph Müller und Stefanie Schlüter
Ministerin Schopper: „Ich will keine Kinder mehr einschulen, die nicht schulreif sind“
Nach Ansicht von Kultusministerin Theresa Schopper sind genügend Sprachkenntnisse zwingend nötig, um Kinder einzuschulen. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Kinder schnell abgehängt werden.
Baden-Württemberg macht bei Digitalisierung der Schulen Boden gut
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht große Fortschritte bei der Digitalisierung der Schulen. Mit Blick auf KI-Sprachmodelle seien aber weitere Anstrengungen vonnöten. Dringlich sei die Neuauflage des Digitalpakts. Im Kultusministerium verweist man auf hohe Investitionen in die Digitalisierung und die Lehrkräftefortbildung.
Laut einer Studie der Bertelsmannstiftung herrscht bald kein Lehrermangel mehr an Grundschulen, im Gegenteil. Aufgrund stark sinkender Geburtenzahlen rechnen Bildungsforscher der Stiftung damit, dass bis 2035 bundesweit rund 46 000 mehr Grundschullehrer bereitstehen als für die Unterrichtsversorung erforderlich sind. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Bertelsmannexperten plädieren für mehr Investitionen in die pädagogische Qualität der Schulen.
Baden-Württemberg will Tarifergebnis für Beamte übernehmen
Noch vor Weihnachten soll es für die Beschäftigten der Länder mehr Geld geben. Für die Bundesländer wird das teurer. Baden-Württemberg will das Ergebnis für die Beamten übernehmen.
Das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler beim bekanntesten internationalen Leistungsvergleich - dem Pisa-Test - hat auch im Südwesen eine Debatte über die Ursachen befeuert. Die Landesregierung will frühkindliche Bildung stärken. Die Gewerkschaften und Schülervertreter fordern vor allem mehr Lehrkräfte.
Schulleiter fühlen sich laut Forsa-Studie überlastet
Fast die Hälfte der Schulleiter würde ihren Beruf nicht weiterempfehlen, rund 20 Prozent üben ihre Tätigkeit nicht mehr gerne aus. Das ist Ergebnis einer Forsa-Studie im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE).
Gravierende Lücken vor allem in der Sonderpädagogik
Baden-Württemberg setzt in der Sonderpädagogik auf die ressourcenintensive Zweigleisigkeit. Dabei gibt es einerseits an den früheren Förderschulen, heute SBBZ, einen erheblichen Mangel an Lehrkräften, und andererseits können auch internationale Vereinbarungen zur Inklusion nicht eingehalten werden.
Die Unterrichtsqualität in Baden-Württembergs Schulen sinkt statt zu steigen auf Grund der Mangelversorgung mit Lehrkräften: Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) durchgeführte Umfrage zur aktuellen Lage in der letzten Septemberwoche.
International hat die Idee ihre Tragfähigkeit längst erwiesen: In vielfältigen Klassen lernen Kinder und Jugendliche mit- und voneinander. In Baden-Württemberg bleiben die 2012 eingeführten Gemeinschaftsschulen weiter unter Druck, was auch eine neue Erhebung durch Skeptiker belegt.
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