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Keep it Reel: Mit guten Reels zu mehr Reichweite auf Instagram

29.07.2021 
Redaktion
 
Mit Reels können große Reichweiten erzielt werden. Foto: dpa/ASSOCIATED PRESS | Tali Arbel

Mit Reels können große Reichweiten erzielt werden. Foto: dpa/ASSOCIATED PRESS | Tali Arbel

STUTTGART. Als Adam Mosseri (Head of Instagram) am 30. Juni verkündete, dass Instagram „nicht länger eine Photo-Sharing-App“ sei, sorgte das für einige Unruhe in der Social Media Welt. Wobei diese Aussage – zumindest für Profis – keine wirklich neue Erkenntnis darstellt. Schon längst verzeichnen Video-Formate mehr Views und damit Aufmerksamkeit und Reichweite.

Reels sind dabei das aktuelle Format der Stunde. Seit dem 27. Juli stehen nun drei Längen zur Auswahl: 15, 30 und (ganz frisch) 60 Sekunden. Besonders spannend sind Reels, weil sie speziell auf das Entdecken neuer Inhalte ausgelegt sind. Sie haben einen eigenen Tab erhalten und dort wird eine – für jeden Nutzer individuelle und hoffentlich inspirierende – Mischung angezeigt. Eine sehr gute Gelegenheit also, neue Menschen auf den eigenen Account aufmerksam zu machen, ohne in Werbung investieren zu müssen. Die Reichweiten können die Fanzahlen dabei problemlos um ein 10- bis 100faches übersteigen.

Was ist das Besondere an Reels?

Sie setzen sich im Aufbau und Möglichkeiten von den anderen Video-Formaten ab. In der App stehen für Reels die folgenden Funktionen zur Verfügung:

Timer / Countdown: Hier kann man vorab einstellen, wie lange die Videosequenz werden sollen, die man filmen möchte. Ein Countdown lässt sich ebenfalls einstellen.

Geschwindigkeit: Die einzelnen Clips können entweder bis zu 4 Mal so schnell ablaufen lassen, zum Beispiel als Zeitraffer-Aufnahme, oder deutlich langsamer, um einen Zeitlupen-Effekt zu erzielen.

Effekte: Eine ganze Bibliothek an Effekten steht zur Verfügung: Vom Greenscreen bis hin zu Beauty-Filtern ist alles möglich.

Musik: Als Business-Account steht in Deutschland aufgrund der GEMA leider nur eine sehr begrenzte Auswahl zur Verfügung. Immerhin wird die Bibliothek ständig erweitert.

Overlay: Gerade bei Schnitten zwischen verschiedenen Clips ist es sinnvoll, dass man beide Videos transparent übereinanderlegen kann, um zu überprüfen, ob der Übergang so passt.

Auch als Stadtverwaltung sollten Sie von all diesen Möglichkeiten lernen, Gebrauch zu machen. Experimentieren Sie mit den verschiedenen Funktionen und arbeiten Sie vor allem an Schnitttechniken und Übergängen.

Wie sollten Reels aufgebaut sein?

Reels ist ein „schnelles“ Format, das bedeutet, sie haben ein bis drei Sekunden, um den Nutzer davon zu überzeugen, sich das ganze Video anzusehen. Gerade bei diesem kurzen Unterhaltungsformat muss man also einen knackigen Einstieg finden, um das Scrollen der Nutzer zu unterbrechen. Das kann funktionieren durch schnelle Bewegungen, Neugier wecken (visuell oder sprachlich), konkrete Ansprache der Nutzer oder anbieten einer Problemlösung.

Wenn Sie die Aufmerksamkeit einmal haben, kommen Sie schnell auf den Punkt. Geben Sie konkrete Tipps oder Anweisungen, vermitteln Sie wertvolles Wissen oder zeigen Sie visuell beeindruckende Inhalte.

Die Tagesschau zeigt auf ihrem Instagram-Kanal sehr schön auf, wie Erklärformate aufgebaut sein können: https://www.instagram.com/tagesschau/reels/

Tirol Tourismus nimmt seine Besucher liebevoll auf die Schippe: https://www.instagram.com/reel/CRYMMa4HPq6/

Wenn es visuell reizvoll ist, dürfen die Videos auch gerne ruhiger sein:
https://www.instagram.com/p/CQqsCkEgSKa/

Wer auf der Suche nach kreativen Ideen für Schnitte und Übergänge ist, dem sei der Account von Karen Chang ans Herz gelegt: https://www.instagram.com/karenxcheng/

Bisher sind Städte und Gemeinden leider kaum mit Reels vertreten, den damit wird viel Potential verschenkt.  Das Stadtmarketing Waldenbuch hat beispielsweise aktuell 444 Abonennten, mit seinem zur Popup Strandbar aber über 4.500 Views erreicht.
https://www.instagram.com/reel/CQaoSRJo3-W/

Also – werden Sie mutiger und probieren Sie aus!

Über die Autorin

Daniela Vey ist Social-Media-Beraterin. Die Themen Web, Corporate Identity und soziale Medien sind ihr Steckenpferd. Zudem gibt sie Social-Media-Kurse und moderiert die Allfacebook Conference.

In der Kolumne "Social Media in Kommunen" des Staatsanzeigers gibt sie Akteuren der öffentlichen Verwaltung Tipps und Tricks im richtigen Umgang mit den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter, Instagram und Co.


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