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Weniger Einweg-Müll

Umfrage: 155 Städte haben Interesse an der Verpackungssteuer

Immer mehr Städte wollen Einwegmüll mit einer Verpackungssteuer eindämmen. Freiburg führt als dritte Kommune eine entsprechende Abgabe ein. Nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe zeigen bundesweit 155 Städte Interesse an dem Instrument. 
Zerrissenes Papier mit "Verpackungssteuer", daneben zwei grüne Pfeile nach oben.

Nach Angaben der DUH bereiten sieben weitere Städte die Einführung von Einweg-Verpackungssteuern vor.

Sascha Steinach)

Berlin/Freiburg. Laut der Deutschen Umwelthilfe (DUH) haben bundesweit 155 Städte Interesse an der Einführung von Einweg-Verpackungssteuern zur Reduzierung von Einwegmüll. Freiburg führt die Steuer zum 1. Januar ei n. Die Universitätsstadt folgt damit dem Vorreiter Tübingen. Auch Konstanz erhebt bereits eine Einweg-Verpackungssteuer.

Die Wirksamkeit der Steuer ist belegt

Nach Angaben der DUH bereiten sieben weitere Städte nach entsprechenden Grundsatzbeschlüssen die Einführung von Einweg-Verpackungssteuern vor. Dazu zählen Bonn, Bremen, Köln, Oberhausen, Osnabrück, Rottenburg am Neckar und Troisdorf. In 42 weiteren Städten, darunter Bochum, Erfurt, Hamburg und Potsdam, wird die Einführung derzeit geprüft. Insgesamt 21 Städte beraten über entsprechende Anträge in ihren Gremien, darunter Bielefeld, Mainz und Stuttgart. Grundsätzliches Interesse an einer Einweg-Verpackungssteuer, jedoch ohne konkrete Prüf- oder Beratungsprozesse, zeigen laut DUH weitere 85 Städte.

Die Wirksamkeit der Steuer belegen nach Darstellung der DUH die Beispiele Tübingen und Konstanz. Dort ist die Vermüllung des öffentlichen Raums zurückgegangen, während Angebot und Nutzung von Mehrwegsystemen deutlich zugenommen haben. In Tübingen hat sich die Nutzung von Mehrwegbehältnissen des Systems Vytal seit Einführung der Steuer nahezu verdoppelt. In einer Befragung gaben 73 Prozent der Betriebe an, ihren Einweg-Verbrauch seit 2019 reduziert zu haben. 17 Prozent verzichten demnach inzwischen vollständig auf Einweg-Verpackungen.

Umwelthilfe kritisiert Steuer-Verbot in Bayern

Auch wirtschaftlich sei die Steuer erfolgreich, so die DUH. Im Jahr der Einführung nahm die Stadt Tübingen rund eine Million Euro ein. Damit überstiegen die Einnahmen die Verwaltungskosten um ein Vielfaches. Kritik übt die DUH an der Entscheidung Bayerns, seinen Kommunen dieses Instrument ab Januar 2026 zu untersagen.

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