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Wahlkampf-Hochzeit in Tübingen

Cem Özdemir wird Bräutigam, Boris Palmer traut

Der Wahlkampf hat ein unerwartetes Highlight: Der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir heiratet seine Partnerin Flavia Zaka in Tübingen. Die Konkurrenz gratuliert, nur einer spottet.
Ein Mann im Anzug und eine Frau im Kleid posieren vor einer Steinwand.

Politiker Cem Özdemir (Grüne) mit seiner Lebensgefährtin, der Anwältin Flavia Zaka bei der Eröffnung der Richard-Wagner-Festspiele 2025 mit der Neuinszenierung der 'Meistersinger von Nürnberg' im Bayreuther Festspielhaus.

dpa/Christoph Hardt)

Tübingen. Würde man das als Plot für einen Film vorschlagen, das Drehbuch würde sicher abgelehnt: zu kitschig, zu unrealistisch. Aber tatsächlich wird der grüne Spitzenkandidat Cem Özdemir wenige Wochen vor der Wahl (!) seine Partnerin Flavia Zaka heiraten . In Tübingen! Und der Standesbeamte ist natürlich … Boris Palmer ! Denn OBs dürfen auch trauen.

Fehlt nur noch Winfried Kretschmann, der den Bräutigam zum Altar führt. Aber der Ministerpräsident darf in seiner Heimat Sigmaringen selbst anlässlich seiner Goldenen Hochzeit „bräuteln“, wie das bei den dortigen Narren heißt, ein Fasnetsbrauch, den es seit 1723 gibt.

Eine Koalitionsaussage ohne Zweifel

Aber zurück zur Glamourhochzeit des Jahres. CDU-Kontrahent Manuel Hagel wünscht artig „Glück, Gesundheit und Gottes Segen“, SPD-Spitzenmann Andreas Stoch findet: „Diese Koalitionsaussage kann man auch mitten im Wahlkampf begrüßen.“ Nur der liberale Lautsprecher Hans-Ulrich Rülke ätzt: Wenn man in aller Stille heiraten wolle, würde man sich „ganz sicher“ Boris Palmer als Standesbeamten aussuchen.

Übrigens: Grüne und CDU feiern heuer „Rosenhochzeit“, zehn Jahre politische Ehe. Mal schauen, ob auch dieser Bund bis zur Silberhochzeit anhält …

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