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Engelbergtunnel auf A81 nach Brand gesperrt

Der ausgebrannte Lkw-Anhänger mit den Kühlschränken steht in der Weströhre des Engelbergtunnels auf der A 81.
Schlüter)Gerlingen/Leonberg. Die Feuerwehr wurde um 14.21 Uhr alarmiert, sagt Wolfgang Zimmermann, Einsatzleiter der Feuerwehr in Leonberg. Der Auflieger eines Lkw brannte auf der A81 im Engelbergtunnel in Fahrtrichtung Leonberg . Weithin sichtbarer schwarzer Rauch stieg aus dem Tunnel auf. Dem Lkw-Fahrer war es noch gelungen, den Auflieger, der Kühlschränke geladen hatte, von der Zugmaschine abzukoppeln. Während von Gerlinger Seite (Kreis Ludwigsburg) die Feuerwehr das brennende Fahrzeug löschte, wurde von Leonberger Seite her die Insassen der im Tunnel festsitzenden Autos evakuiert. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit 170 Kräften im Einsatz.
Auch Rotes Kreuz und Sanitäter waren mit rund 100 hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Einsatz. Sie betreuten rund 35 Menschen, von denen zwei mit Rauchgasinhalation in größerem Ausmaß ins Krankenhaus nach Ludwigsburg gebracht wurden. Zudem kümmerten sich auch um die Menschen, die vor den Tunnelröhren im Stau feststeckten, wie der leitende Notarzt Martin Schipplick erläuterte.
Großräumige Umleitungen eingerichtet
Auch die Polizei war mit rund 50 Mann im Einsatz. Sie haben großräumige Umleitungen eingerichtet, den Verkehr von der Autobahn runtergelenkt und schließlich auch die Autos wieder von der Autobahn gebracht, die bereits vor den geschlossenen Tunnelröhren standen. Leonbergs Oberbürgermeister Tobias Degode , der sich gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten der Stadt Gerlingen, Stefan Altenberger, ein Bild vor Ort machte, sprach von einem guten Beispiel für die überörtliche Zusammenarbeit. Nach Angaben von Bezirksbrandmeister Adrian Wibel war es der bislang größte Einsatz im Engelbergtunnel, auch wenn es in der Vergangenheit bereits immer wieder mal zu Pkw-Bränden gekommen war. „Der landkreisübergreifende Alarmplan hat reibungslos funktioniert“, so Wibel.
Ausmaß des Schadens noch unklar
Im Tunnel selbst ist noch Löschschaum am Boden zu sehen. Steine und Ruß ebenso. Vorbei an zahlreichen Einsatzfahrzeugen und Einsatzkräften fällt der Blick auf den völlig verbrannten Lkw-Anhänger und die Überreste der Kühlschränke. Die Einsatzkräfte werden noch länger beschäftigt sein, bis der ausgebrannte Hänger und die zum Teil verrußten Fahrzeuge, die noch im Tunnel stehen, aus dem Weg geräumt sind.
Wann der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden kann, ist derzeit allerdings noch ungeklärt. „Wir müssen abwarten, bis die Feuerwehr ihren Einsatz vollständig beendet hat. Anschließend wird seitens der Autobahn GmbH Fachpersonal in den Tunnel geschickt. Dann wird begutachtet, wie hoch der Schaden ist“, sagt Ali Minken von der Autobahn GmbH. Der Lkw-Brand ereignete sich in der bereits sanierten Weströhre des Tunnels.
Tunnelröhre Richtung Heilbronn ist wieder für den Verkehr geöffnet
Der Engelbergtunnel zwischen Gerlingen und Leonberg ist nach Angaben des ADAC der verkehrsreichste Autobahntunnel in Baden-Württemberg. Nach Angaben der Feuerwehr ist in dem Tunnel über der kompletten Fahrbahn eine entsprechende Sensorik eingebaut. Sobald ein Temperaturanstieg festgestellt wird, wird der Alarm ausgelöst. Der Tunnel wird in einem solchen Falls sofort komplett gesperrt, damit keine weiteren Fahrzeuge mehr in die Röhren einfahren können, und die Feuerwehr alarmiert.
Bis zum Mittwochmorgen konnte die Tunnelröhre in Richtung Heilbronn wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die westliche Röhre, in Richtung Singen, in der sich der Brand ereignet hatte, ist weiterhin für den Verkehr gesperrt. Nach ersten Schätzungen könnte dies auch noch für die nächsten Wochen der Fall sein. Denn die Wände und Tunneltechnik sind über eine längere Strecke beschädigt. Den Autofahrern wird empfohlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren, was am Mittwochmorgen allerdings längst nicht alle getan haben. Noch vor Beginn des Berufsverkehrs fuhren die Lkw dicht an dicht quer durch Leonberg. Für Leonberg gilt bereits seit 2011 ein Lkw-Durchfahrtsverbot, ausgenommen Lieferverkehr.