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Özdemir für Handyverbot an allen Schulen in Südwesten

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, warnt vor den negativen Folgen von zu früher Social-Media-Nutzung für die Entwicklung von Kindern.
IMAGO/Bernd Elmenthaler)Mannheim. Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg, hat für den Fall eines Wahlsiegs ein Handyverbot an allen Schulen im Südwesten angekündigt. „Dann haben wir Gleichheit unter den Schulen“, sagte Özdemir in einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern bei einer Veranstaltung des „Mannheimer Morgen“ am Mittwochabend.
Zudem begrüßte er die Idee eines Social-Media-Verbots für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Da dafür eine europaweite Regelung nötig sei, müsse sich die Bundesregierung für ein Verbot in Brüssel einsetzen. Özdemir, studierter Sozialpädagoge, warnte vor den negativen Folgen von zu früher Social-Media-Nutzung für die Entwicklung von Kindern. „Ziel muss sein, dass wir unsere Jugendlichen nicht mehr den Tech-Konzernen zum Fraß vorwerfen“, sagte er.
Vorbild Australien
Seit dem 10. Dezember dürfen in Australien Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren keine eigenen Konten mehr auf vielen großen Social-Media-Plattformen besitzen. Die Regierung will junge Menschen so vor Cybermobbing, problematischem Konsum und belastenden Inhalten schützen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hatte sich nach dieser Entscheidung offen für ein Social-Media-Verbot für Kinder wie in Australien.
Landtagswahl am Wochenende
Bei der Landtagswahl am Sonntag in Baden-Württemberg wird auch über die Nachfolge von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) entschieden, der nach drei Amtszeiten nicht mehr antritt. Für die CDU will Landes- und Fraktionschef Manuel Hagel neuer Ministerpräsident werden. (dpa/lsw)