Preisverleihung

Beim Staatsanzeiger Award gewinnen alle Teilnehmer

Der Staatsanzeiger Award ist vergeben. Bei einem Fest im Stuttgarter Alten Schloss wurden die fünf Preisträger geehrt. Die 15 Finalisten spiegeln die Vielfalt der öffentlichen Verwaltung wider.
Mehrere Menschen in eleganter Kleidung bei einer Veranstaltung in beleuchtetem Raum.

Im Stuttgarter Alten Schloss feierte die kommunale Familie den Staatsanzeiger Award.

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Stuttgart. Applaus, Jubel und strahlende Gesichter gab es bei der Verleihung des Staatsanzeiger Awards. Die Freude war den Gewinnern auf der Bühne anzumerken, während sie mit den Moderatoren Dana Reinhardt und Rafael Binkowski vom Staatsanzeiger über ihre Projekte sprachen. 15 Bewerbungen standen im Finale, die Sieger kommen aus Pforzheim, Leutenbach (Rems-Murr-Kreis), Göppingen, Halle/Saale und Konstanz.

Einen Bericht dazu finden Sie hier.

Auch bei den Zweit- und Drittplatzierten der fünf Kategorien wollte die Feierlaune nicht schwinden.

Gute Chancen auf vordere Plätze hatten kulturgeprägte Projekte, zwei Orchester waren unter den Top-Platzierten sowie ein Dialektprojekt. Auch auf den Plätzen zwei und drei blitzte die kommunale Kulturaufgabe in unterschiedlichen Kategorien auf. So zeigte das Musikmodell in Leutenbach (Rems-Murr-Kreis) Möglichkeiten zur kostenlosen musikalischen Grundausbildung (Dritter Platz Kommune für alle). Popkultur greift Gelsenkirchen auf und holt bei Konzerten der Pop- und Rock-Größen in der Arena auf Schalke die Fans mit Events in die Innenstadt. Aus der Dekoration produzieren Sozialwerkstätten Taschen (Dritter Platz Kultur und Tourismus).

Gelsenkirchenerinnen genießen den Abend

Sabrina Mikuszies und Silke Sobotta vom Gelsenkirchener Eventmarketing genießen den Abend. Auf ein Infoschreiben des Staatsanzeigers hin hat sich die Stadt beworben, denn in Nordrhein-Westfalen gibt es so einen Preis nicht. Nun also eine Auszeichnung mehr für die Ruhrpott-Stadt, deren Swiftkirchen-Ortsschilder im Deutschen Historischen Museum hängen. 2024 lösten die Konzerte von Taylor Swift einen Hype aus.

Technische Neuerungen sind ebenfalls Schlüssel zum Erfolg für den Staatsanzeiger Award. So sortiert der Postbote Kai, eine KI-Programmierung im Landratsamt Heilbronn, Post im Sachgebiet Schwerbehindertenrecht (Zweiter Platz Digitalisierung und Innovation). Der digitale Bürgerservice Lisa erlaubt den Uckermärkern, den Service des Landratsamts in fünf digitalen Servicestellen weit entfernt von der Kreisstadt Prenzlau zu nutzen (Platz zwei Kommune für alle).

Die Jury macht es sich nicht leicht

Bürgermeister Matthias Hauke kommuniziert in Markt Zeitlofs (Unterfranken in Bayern) über die Gemeindeapp Pocketdorf mit den Bürgern (zweiter Platz Bürgermeister in Mission). Welchen Platz zum Beispiel er oder seine Kollegin Martina Fehrlen aus Urbach (Rems-Murr-Kreis, Platz drei) mit ihrer Idee erhalten, Mandatsträger und Jugendliche beim Speeddating mit Grill zusammenzubringen, das wurde in der Jury intensiv diskutiert. Bürgermeisterberater und Jurymitglied Erich Holzwarth spricht von unterschiedlichen Einschätzungen, die aber am Ende zu einer klaren Entscheidung geführt haben: Leicht machen es sich die Jurys beim Staatsanzeiger Award jedenfalls nicht.

Dort schafft man es auch mit Bauwerken in die engere Wahl: Wichtig ist, wie man damit umgeht. In Nordrach (Ortenaukreis) haben Bürger die Sanierung und den Betrieb des Freibads selbst in die Hand genommen (Zweiter Preis Bürgerbeteiligung). Beim Projekt „Komfort-Wanderwege“ des Naturparks Neckartal-Odenwald geht es um barrierefreie Wanderwege (zweiter Platz Kultur und Tourismus), während in Stockach ein Innenstadthaus zum Ideenzentrum für die Stadtenwicklung gemacht wurde (Platz drei Bürgerbeteiligung). Beim Drei-Zonen-Konzept des Landratsamts Rems-Murr-Kreis wurden die Standorte auf zwei Bürogebäude konzentriert. Diese sind in eine erste Anlaufstelle, Beratungsräume und Büros, von öffentlich zu hausintern aufgeteilt (Platz drei bei Digitalisierung und Innovation).

Motivationsschub für die Mitarbeiter

Für Landrat Richard Sigel bieten Preise wie der Staatsanzeiger Award Motivationsschub für die Mitarbeitenden: In der Verwaltung stimme eben doch die Richtung. Immer wieder beteilige sich der Landkreis an Wettbewerben, „aber man muss auch ein passendes Projekt haben“. Dann aber, so der parteilose Landrat, biete so eine Feier wie der Staatsanzeiger Award den Anlass für einen schönen Abend.

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