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82 000 Besucher wollen Stuttgart 21 aus der Nähe sehen

Auf der rund 900 Meter langen und knapp 150 Meter breiten Baustelle besichtigen Besucher das Projekt Stuttgart 21.
Jürgen Schmidt)Stuttgart. Die politisch brisanteste Frage bekam Bernhard Bauer schon kurz vor der Eröffnung der „Tage der offenen Baustelle“ am Samstagmorgen gestellt: „Wie viele solcher Veranstaltungen wird es auf der Stuttgart-21-Baustelle noch geben“, wollte ein Journalist vom Vorsitzenden des Vereins Bahnprojekt Stuttgart – Ulm wissen. Denn der Eröffnungstermin für den Tiefbahnhof ist weiterhin unklar.
In zehn Jahren rund 600 000 Besucher
Der pensionierte Spitzenbeamte des Landes gab sich diplomatisch: „Wir gehen davon aus, dass es nur noch wenige Tage der offenen Baustellen werden“. Man müsse aber abwarten, bis die Bahn im Sommer den angekündigten Zeitplan veröffentliche.
Interesse in der Bevölkerung für die Baustelle gibt es sicher noch über Jahre. Die 76 000 kostenlosen Tickets für einen Besuch waren schon am Mittwoch vergriffen. Letztlich wurde das Kontingent noch leicht aufgestockt und 82 000 Besucher durften von Ostersamstag bis Ostermontag auf die Baustelle. In den zehn Jahren, seit es die Veranstaltungen gibt, hätten rund 600 000 Menschen das Informationsangebot genutzt.
Bonatz-Bau steht im Mittelpunkt des Rundgangs
Im Mittelpunkt des diesjährigen Rundgangs über die S-21-Baustelle stand der Bonatz-Bau. Das einstige Hauptgebäude wurde völlig entkernt und saniert, inzwischen ist der Innenausbau schon erheblich vorangekommen. Künftig wird das Empfangsgebäude vom Arnulf-Klett-Platz ebenerdig zugänglich sein, weil der einstige Keller zum unteren Stockwerk der künftigen Einkaufspassage wird. Nicht zugänglich war in diesem Jahr der neue Tiefbahnhof. Den konnten Besucher nur von einem Zugangssteg aus von oben sehen.