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Flughafen Stuttgart schreibt erstmals seit 2019 wieder schwarze Zahlen

Der Stuttgarter Flughafenchef Ulrich Heppe erwartet für das laufende Jahr liecht sinkende Passagierzahlen und möglicherweise wieder leichte Verluste.
dpa/Marijan Murat)Stuttgart. Für den Chef des Stuttgarter Flughafens, Ulrich Heppe, war 2025 „ein anspruchsvolles Jahr.“ Dennoch schaffte es die Betreibergesellschaft, erstmals seit sechs Jahren wieder einen Gewinn von 2,1 Millionen Euro zu verbuchen. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen, das zu 65 Prozent dem Land und zu 35 Prozent der Landeshauptstadt Stuttgart gehört, noch ein Minus von 6,1 Millionen Euro verbucht. Man habe damit die Rückkehr in die Gewinnzone ein Jahr früher geschafft als geplant, so Heppe.
Positiv entwickelt haben sich 2025 sowohl der Umsatz als auch das Passagieraufkommen. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist von 315 auf 335 Millionen Euro. Die Zahl der Passagiere erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 9,6 Millionen Euro. Der Großteil, 8,4 Millionen Menschen, flog ins Ausland oder kam von dort. Die Bedeutung des Inlandsflugverkehrs geht dagegen weiter zurück.
Im laufenden Jahr weniger Passagiere erwartet
Die Aufwärtsentwicklung am Flughafen Stuttgart könnte allerdings von kurzer Dauer sein. „Dieser positive Trend wird im Jahr 2026 aller Voraussicht nach nicht anhalten“, sagte Heppe. Die Zahl der Passagiere wird seiner Prognose nach um 200.000 unter dem Wert von 2025 liegen.
Zum erwarteten Ergebnis in diesem Jahr nannte der Flughafen-Chef keine Zahlen. Die Entwicklung sei aufgrund der weltpolitischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Kerosinpreis und die Ticketpreise kaum vorherzusehen. „Es kann sein, dass wir 2026 eine schwarze Null nicht hinbekommen“, räumte Heppe ein.
Flughafen hält an Klimaneutralität bis 2040 fest
Trotz der verhaltenen Aussichten für die Geschäftsentwicklung will die Flughafen GmbH am Ziel festhalten, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dafür sollen nach Angaben von Heppes Geschäftsführungskollegen, Carsten Poralla, zweieinhalb Milliarden Euro investiert werden. Geplant sind unter anderem großflächige Solaranlagen für die Stromversorgung, eine Umstellung eines Heizwerks von Gas auf Strom und die energetische Sanierung der Terminals. Auch die bisherige Gepäckabfertigung soll durch eine neue Anlage ersetzt werden, die stärker automatisiert arbeiten soll.