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Messe

Interschutz 2026: Bevölkerungsschutz im Fokus

Das Motto der Messe in Hannover ist „Safeguarding tomorrow“ – die Zukunft schützen. BOS-Tag des Staatsanzeigers findet im November in Rastatt statt.
Gebäude mit Banner „Interschutz 2026“, Feuerwehrleute betreten die Halle.

Das Motto der Interschutz in Hannover ist „Safeguarding tomorrow“ – die Zukunft schützen.

Deutsche Messe AG/Rainer Jensen)

Stuttgart/Hannover. Es ist die große internationale Messe rund um Brandschutz, Rettungsschutz und Bevölkerungsschutz: die Interschutz in Hannover . Und auch der Staatsanzeiger ist in diesem Jahr gemeinsam mit dem Feuerwehr-Magazin der Ebner Media Group vom 1. bis 6. Juni mit dabei. „Die Interschutz ist mehr als eine Messe – sie ist der internationale Treffpunkt der Branche für Sicherheit in zunehmend unsicheren Zeiten“, sagt Jochen Köckler, CEO der Deutschen Messe AG. Die Themen der Interschutz sind in diesem Jahr so aktuell wie nie. Neben den etablierten Themen Feuerwehr und Rettungswesen wird die Messe durch den Bevölkerungsschutz ergänzt. Denn alle Akteure in diesen Bereichen „sehen sich Herausforderungen gegenüber, für die es  – über den Einsatz modernster Technik hinaus – ein neues disziplin- und länderübergreifendes Miteinander, abgestimmte Strategien sowie ein gemeinsames Verständnis und Handeln braucht“, so Hendrik Rawe von der Deutschen Messe AG.

Warnsysteme für den Zivilsc hutz

1525 Aussteller aus 51 Ländern kommen in diesem Jahr nach Hannover. Sie präsentieren ihre Lösungen von mobilen Hochwasserschutzsystemen über Frühwarnsysteme bei Waldbränden bis zu Kommunikationscontainern für den Zivilschutz, mit dem auch unter schwierigen Bedingungen stabile Verbindungen gewährleistet werden.

Ein Schwerpunkt beim Bevölkerungsschutz ist in diesem Jahr die zivil-militärische Zusammenarbeit. Damit werde die Interschutz mehr denn je auch eine politische Messe“, so Köckler. Diese Zusammenarbeit sei nicht mehr auf ad-hoc-Unterstützung bei Katastrophen wie etwa Überschwemmungen beschränkt, sondern soll vielmehr zu einem strategisch eingebetteten, dauerhaften und institutionell verankerten Element der nationalen und europäischen Sicherheitspolitik werden. „Unsere Sicherheit können wir nur gemeinsam gewährleisten. Hier müssen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft eng und resilient zusammenstehen“, sagt Armin Schaus, Oberst im Generalstabsdienst des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr.

Auch der Vizepräsident des DRK-Bundesverbands, Jürgen Christmann, weist auf die sich ändernden Voraussetzungen hin. Das DRK wird bei der Interschutz erstmals ein mobiles Krankenhaus präsentieren. „Aktuelle und geopolitische Bedrohungslagen machen deutlich: Wir müssen jetzt konsequent in Vorsorge, Selbsthilfefähigkeit und die Resilienz der Bevölkerung investieren“, so Christmann.

Interschutz in Hannover und BOS-Tag in Rastatt

Die Interschutz, die vor 70 Jahren als Feuerwehrmesse gegründet wurde, bleibt ihrem Markenkern weiterhin treu. „Feuerwehren und Rettungsdienste sind längst zu hochkomplexen Krisenmanagern geworden, deren Anforderungen weit über Brandbekämpfung und medizinische Versorgung hinausreichen“, so Köckler. So verändert dort beispielsweise auch künstliche Intelligenz den Einsatz und kann im Ernstfall auch Retter vor Ort schützen. Entsprechend breit und passend zu den Messethemen ist auch das umfangreiche Rahmenprogramm aufgestellt. Von sportlichen Challenges bis zu Vorführungen von Rettungseinsätzen und der Zukunft der Einsatzleitung. Fachforen ergänzen die Vorführungen und Messestände.

Am 19. November geht es thematisch in Rastatt weiter, beim BOS-Tag des Staatsanzeigers für Baden-Württemberg in Kooperation mit der Gewerkschaft der Polizei in Baden-Württemberg und Unterstützung des Landkreises Rastatt. Stand beim BOS-Tag, der Fachveranstaltung für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben , vergangenes Jahr die zivil-militärische Zusammenarbeit im Mittelpunkt , geht es dieses Jahr um kritische Infrastrukturen. Denn Cyberangriffe, Extremwetterereignisse und komplexe Gefahrenlagen zeigen immer deutlicher, wie verletzlich zentrale Versorgungsstrukturen sind.

In Rastatt geht es darum, wie kritische Infrastrukturen wirksam geschützt und resilient aufgestellt werden können. Die Veranstaltung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Verwaltung, Katastrophenschutz, Gesundheitswesen, Logistik, Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und Hilfsorganisationen. Im Mittelpunkt des Fachtags steht der interdisziplinäre Dialog zwischen diesen Akteur:innen mit dem Ziel, ein gemeinsames Verständnis für aktuelle und künftige Risiken zu entwickeln.

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