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Umfrage bei großen Unternehmen

Studie KI bringt bisher nur geringe Wertschöpfung

Der Hype um Künstliche Intelligenz in der deutschen Wirtschaft ist groß. Doch der Schritt vom ersten Testlauf in den täglichen Arbeitsalltag gelingt einer Studie im Auftrag eines Stuttgarter IT-Dienstleister zufolge bislang noch relativ selten.
Hände tippen auf Laptop-Tastatur, auf dem Display Code und neuronales Netz.

Die Bereitschaft KI in Pilotprojekten einzusetzen ist in größeren Unternehmen sehr hoch, aber über die Testphase ist bisher nicht einmal ein Fünftel hinausgekommen.

dpa/Oliver Berg)

Stuttgart. Künstliche Intelligenz ist in den Zukunftsplanungen der deutschen Wirtschaft fest verankert, doch auf dem Weg in den produktiven Arbeitsalltag in den Unternehmen verliert sie oft massiv an Schwung. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Stuttgarter IT-Beratungsunternehmens Zoi zusammen mit der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart . Für einen erfolgreichen KI-Einsatz mangle nicht an Geld, sondern an der passenden Unternehmensorganisation und der praktischen Umsetzung.

In KI-Strategien fehlen häufig messbare Ziele

Laut Professor Jan Kirenz von der HdM zeichnen die Daten ein klares Bild: „76 Prozent der deutschen Großunternehmen erproben KI-Agenten bereits aktiv, was das breite Innovationsinteresse belegt.“ Aber da erst 19 Prozent diese Technologien in ihren Kernprozessen einsetzten, stehe die breite Wertschöpfung noch aus.

In der Umfrage unter 500 IT-Verantwortlichen wurde auch nach konkreten Hindernissen gefragt, die einen erfolgreichen KI-Einsatz erschweren. Diese nannten die Komplexität der bestehenden IT-Infrastruktur, fehlendes Fachwissen beim Personal sowie die schwierige Integration der neuen Technik in veraltete Computersysteme. Fehlendes Budget oder Unsicherheiten über den finanziellen Nutzen wurden hingegen deutlich seltener als Hindernis genannt.

In vielen Fällen sind die Fehlerursachen demnach in der Chefetage zu suchen: Zwar geben rund drei Viertel der Unternehmen an, über eine schriftlich festgehaltene Strategie zu verfügen, doch nur bei etwa einem Drittel ist diese auch mit konkreten messbaren Zielen verknüpft. Ohne solche Erfolgskennzahlen bleibe die Strategie oft nur eine Absichtserklärung.

IT-Verantwortliche sehen KI nicht als Jobkiller

In der Studie wurden die IT-Verantwortlichen auch danach gefragt, ob der KI-Einsatz mit einem massiven Jobverlust verbunden sei. Davon gehen die Befragten mehrheitlich nicht aus: 79 Prozent der befragten IT-Entscheider sagten, dass generative KI die Mitarbeiterzahl im Unternehmen stabil halte oder sogar steigen lasse. (lsw)

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