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Ehemalige Abgeordnete werben für Carsten Lotz als Landesvorsitzender

Zehn ehemalige Landes- und Bundestagsabgeordnete unterstützen die Kandidatur von Carsten Lotz für den SPD-Vorsitz.
IMAGO/Michael Bihlmayer)Stuttgart. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Carsten Lotz kandidiert als Außenseiter um den SPD-Vorsitz. Nun bekommt er Unterstützung von zehn ehemaligen Landes- und Bundestagsabgeordneten, die sich heute in unterschiedlichen Organisationen engagieren – vom Schwäbischen Turnerbund über das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken bis hin zur Arbeiterwohlfahrt, dem Arbeitersamariterbund. Zum Teil sind sie nach wie vor im Gemeinderat oder im Kreistag aktiv.
Damit die SPD das Vertrauen breiter Schichten der Bevölkerung wieder aufbauen könne und das Flügeldenken in der Partei überwinden könne, müsse die Partei bereit sein, Neues zu wagen, politische Konzepte zu entwickeln und diese überzeugend zu erklären.
Erneuerung braucht Neues. Inhaltlich, strukturell und personell, sind die ehemaligen Abgeordneten überzeugt. Sie unterstützen den wenig bekannten Ortsvereinsvorsitzenden von Gomaringen, einer Gemeinde südlich von Tübingen, der ohne Flügel- oder Netzwerkanbindung kandidiert. „Wir halten ihn für besonders geeignet, die Partei wieder zu einen und die Prozesse vom Kopf auf die Füße zu stellen. Erneuerung beginnt von unten“, schreiben die ehemaligen Abgeordneten in einer Mitteilung.
Für sie bringt Lotz neben langjähriger Berufserfahrung in der Wirtschaft und einem an Werten orientierten Handeln auch die Erfahrung aus der Parteiarbeit vor Ort mit. „Wir trauen ihm zu, Neues nicht nur anzustreben, sondern auch zu organisieren“, heißt es in dem Schreiben weiter.
Außerdem fordern die ehemaligen SPD-Abgeordneten, dass die Gründe für den Vertrauensverlust, den die SPD erlitten hat, zunächst gründlich diskutiert werden müssten, und zwar auf allen Ebenen. Für die Neuaufstellung der Partei sollte dann über alle Flügel und Strömungen in der Partei hinweg ein Gremium aus erfahrenen Mitgliedern und Newcomern gebildet werden.