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Bahnprojekt

Zeitplan Stuttgart 21: Özdemir fordert klare Bahn-Aussagen

Kostenexplosion, Terminchaos und viele Fragen zur Digitalisierung: Ministerpräsident Özdemir verlangt Antworten zur Zukunft von Stuttgart 21. Was jetzt auf Bahnfahrende und das Land zukommen könnte.
Person am Mikrofon, moderner Bahnhof im Hintergrund.

Neue Verzögerungsberichte zu Stuttgart 21: Ministerpräsident Cem Özdemir fordert von der Bahn endlich klare Antworten zum Zeitplan.

Hintergrund: dpa/Arnulf Hettrich // Foto: dpa/photowerkstatt/Mike Schmidt // Fotomontage: Wittmann)

Stuttgart. Nach Berichten über weitere Verzögerungen beim Projekt Stuttgart 21 muss die Bahn aus Sicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Cem Özdemir alle Karten auf den Tisch legen. „Ich will nicht, dass wir da jetzt jedes Jahr neue Zahlen bekommen“, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. „Aber es muss ja auch mal ein Ende haben.“ Er verlange von der Bahn belastbare Zahlen und Antworten auf die Fragen, wann die einzelnen Etappen und wann das gesamte Projekt Stuttgart 21 fertig sei.

Medienberichten zufolge wird das Bahnprojekt später in Betrieb gehen als zuletzt angenommen. Wie zuerst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) unter Berufung auf das Umfeld der mit dem Projekt vertrauten Personen berichtete, müsse die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs auf Ende 2031 verschoben werden.

Özdemir fordert klares Bekenntnis

Der SWR berichtete unter Berufung auf Kreise der Projektpartner davon, dass Stuttgart 21 im Dezember 2031 vollständig in Betrieb genommen werden soll. Ein Bahnsprecher teilte mit, dass man sich zu derartigen Spekulationen nicht äußere.

Sollten sich die Berichte bewahrheiten, seien das „desaströse Nachrichten“ für Baden-Württemberg und vor allem für die Bahnfahrenden, sagte Özdemir. „Daher will ich von der Bahn ein klares Bekenntnis, dass sie stets zu dem Projekt steht, und zwar ohne Abstriche.“ Dazu gehöre vor allem die Digitalisierung.

Neue Bahnhöfe, Tunnel und Brücken

Das Projekt Stuttgart 21 steht für die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnhöfe – etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen -, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelröhren, Durchlässe sowie Brücken.

Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schließt neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 eröffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzstück von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der anders als der bisherige Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.

Unklar ist aber, wann der Bahnhof fertig sein wird. Zuletzt hatte die Deutsche Bahn die für Ende 2026 geplante Teileröffnung von Stuttgart 21 verschoben. Einen neuen Termin nannte Bahnchefin Evelyn Palla bislang nicht. Derzeit läuft eine Überprüfung des Projekts, bis Mitte 2026 will die Bahn das neue Inbetriebnahmekonzept fertig haben. (dpa)

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