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Unternehmen hat zu kämpfen

Zeiss: Chipgeschäft wächst, andere Sparten schwächeln

Zeiss legt im Chipgeschäft zu, doch bei Brillengläsern und Medizintechnik schwächelt die Nachfrage. Der Konzern reagiert nun mit einem umfangreichen Spar- und Umbauprogramm.
Weiße Flagge mit blauem Rechteck und Aufschrift "ZEISS" vor Bürogebäude.

Der Technologiekonzern Zeiss mit Sitz im schwäbischen Oberkochen spürt die schwächelnde Weltwirtschaft zunehmend auch im Alltagsgeschäft.

IMAGO/Leon Kuegeler/photothek.de)

Oberkochen. Brillengläser, Kameraobjektive, Mikroskope – und vor allem Technik für die weltweite Chipindustrie: Der Technologiekonzern Zeiss spürt die schwächelnde Weltwirtschaft zunehmend auch im Alltagsgeschäft. Zwar legte der Umsatz im ersten Halbjahr leicht zu, wie der Konzern mit Sitz im schwäbischen Oberkochen mitteilte. Gleichzeitig bereitet sich das Unternehmen aber auf schwierigere Zeiten vor – und schließt auch einen Stellenabbau nicht aus.

Der Umsatz stieg nach Unternehmensangaben im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um ein Prozent auf rund 5,84 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 955 Millionen Euro, was einem Plus von 33 Millionen Euro entspricht.

Besonders die geopolitischen Krisen und die Unsicherheit auf den Weltmärkten machen dem Konzern aber zu schaffen. Zeiss verweist unter anderem auf die Konflikte im Nahen Osten, ungünstige Währungseffekte und Handelshemmnisse. Konzernchef Andreas Pecher sprach von einem „sehr anspruchsvollen Geschäftsumfeld“.

Chipindustrie bleibt wichtigster Wachstumstreiber

Dabei entwickle sich das Geschäft zunehmend unterschiedlich: Während die wichtige Sparte für Halbleiterfertigung weiter wachse, würden andere Bereiche wie Medizintechnik oder industrielle Messtechnik und Mikroskopie schwächeln. Für Verbraucher sichtbar ist das Unternehmen vor allem bei Produkten wie Brillengläsern und Kameraobjektiven, wo die Nachfrage zuletzt nur noch leicht anzog.

Zeiss reagiert nun mit einem umfangreichen Spar- und Umbauprogramm. In den kommenden drei Jahren sollen nach Unternehmensangaben mehrere hundert Millionen Euro eingespart werden. Betroffen seien neben einzelnen Geschäftsbereichen auch Verwaltung und Länderorganisationen. Dabei sei auch ein Stellenabbau möglich. Die konkreten Maßnahmen würden derzeit mit Arbeitnehmervertretern abgestimmt.

Das Stiftungsunternehmen mit Hauptsitz im ostwürttembergischen Oberkochen gehört weltweit zu den wichtigsten Technologiekonzernen der optischen und optoelektronischen Industrie. Weltweit beschäftigt Zeiss derzeit rund 47.400 Menschen. (dpa/lsw)

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