Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

"Lameste Crowd"

Nina Chuba ätzt gegen Stuttgarter Fans – Cem Özdemir kontert 

Feiern Stuttgarter zu leise? Popstar Nina Chuba lästert über das Publikum der Landeshauptstadt und sogar der Ministerpräsident reagiert. Nun hat sie ihre Aussage erklärt.
Frau mit geflochtenem Haar, großen Ohrringen und Ketten vor schwarzem Hintergrund.

Popstar Nina Chuba bezeichnete Stuttgart als Deutschlands „lameste Crowd“. Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) widerspricht und verweist auf seine eigenen Konzerterfahrungen in der Landeshauptstadt.

dpa/dts-Agentur)

Stuttgart. Popstar Nina Chuba hat Stuttgart in einem Podcast als Deutschlands „lameste Crowd“ abgestempelt – und nach viel Gegenwind ihre Aussage erklärt. „Wir haben euch in Schutz genommen, Stuttgart. Es waren 40 Grad, ihr konntet euch nicht so viel bewegen“, sagte die Musikerin in einem Video auf Instagram. Sie liebe alle ihre Fans. „Auch die, die in Stuttgart wohnen und auch die, die sich nicht so viel bewegen und sich von innen freuen.“

Podcast-Äußerung über Stuttgart sorgt für Diskussionen

Chuba hatte nach ihrem Auftritt beim Kessel Festival in Stuttgart in ihrem Podcast mit Drummer Momme Hitzemann über das Publikum gespottet. „Stuttgart ist die lameste Crowd in Deutschland“, hatte die 27-Jährige gesagt. Während in München die Fans immer „crazy“ abgingen, bewegten sich die Stuttgarter kaum. „Also irgendwas muss da mit euch falsch sein. Vielleicht kriegt ihr nicht genug Sauerstoff wegen dem Kessel“, hatte Chuba in Anspielung auf die besondere topografische Lage der baden- württembergischen Landeshauptstadt gesagt. „Oder die Maultaschen liegen euch quer im Magen?“

Mit ihren Aussagen löste viele Reaktionen aus. „Wow, du hältst ja voll viel von deinen Fans, die sich bei 40 Grad für dich auf’n Wasen gestellt haben…“, schrieb ein Follower unter Chubas Instagram-Post dazu. Ein anderer Follower stimmt Chuba zu: „Checke selbst als Stuttgarter nicht, warum die Stimmung oft so tot ist“. Ein anderer schreibt scherzhaft: „Schwaben, wir müssen sparen, auch an Emotionen.“

Ministerpräsident widerspricht: Stimmung beim VfB „krass“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir hielt dagegen. „Das kann ich so pauschal nicht bestätigen“, sagte der Grünen-Politiker auf Nachfrage. Er gehe seit Jahren auf Konzerte in der Landeshauptstadt, so Özdemir. Erst am Vorabend habe er den Auftritt von Nick Cave bei den Jazz Open besucht. Der habe das Publikum sogar mehrfach für die tolle Stimmung gelobt.

Als Besitzer einer Dauerkarte sei er auch gelegentlich in der Untertürkheimer Kurve beim VfB Stuttgart. Dort sowie beim Handball und beim Frauenvolleyball sei die Stimmung in Stuttgart immer wieder „krass“.

Zu Chubas Theorie, der Stuttgarter Kessel raube den Menschen den Sauerstoff und damit die Tanzlust, wollte Özdemir sich nicht konkret äußern. „Mit dem Kessel, das ist halt so, da ist halt immer ein paar Grad heißer – wie sich das auswirkt, müssen Sie die Wissenschaftler fragen“, sagte er augenzwinkernd. Das liege außerhalb seines Fachgebiets.

Auftritt auf dem Höhepunkt der Hitzewelle

Chuba war Ende Juni auf dem Kessel Festival auf dem Cannstatter Wasen aufgetreten. Am Tag nach dem Auftritt der Künstlerin war das Festival wegen der außergewöhnlichen Hitze abgesagt worden. Der Gesundheitsschutz von Gästen, Mitarbeitenden und Künstlerinnen und Künstlern stehe an erster Stelle, teilte der Veranstalter mit.

Nina Chuba gehört zu den erfolgreichsten deutschen Popmusikerinnen ihrer Generation und landete 2022 mit ihrem Hit „Wildberry Lillet“ einen der größten deutschsprachigen Songs des Jahres. Die 27-Jährige verbindet Pop, Hip-Hop und Rap und ist für ihre pointierten Texte und energiegeladenen Live-Auftritte bekannt. (dpa/lsw)

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 219 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren

Lesen Sie auch