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Industrie in Baden-Württemberg: Weniger Jobs, mehr Aufträge

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg in Fellbach: Im ersten Halbjahr 2026 waren in der Südwestindustrie rund 30.200 Menschen weniger beschäftigt als im Vorjahreszeitraum. Zugleich verzeichnete die Branche ein leichtes Auftragsplus.
dpa/Marijan Murat)Fellbach. Der Arbeitsplatzabbau in der baden-württembergischen Industrie schreitet weiter voran. Insgesamt waren im ersten Halbjahr dort etwa 1,124 Millionen Männer und Frauen beschäftigt, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Das waren damit rund 30.200 Menschen weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2025. Der Rückgang habe 2,6 Prozent betragen.
Alle großen Unternehmen hatten Stellenabbauprogramme angekündigt: Daimler Truck, ZF Friedrichshafen, Bosch, Mahle, Porsche, Voith. Hinzu kommen zahlreiche Mittelständler, die gleichfalls Personal verringern.
Die Statistiker vermelden zugleich eine „verhaltene Erholung“ der Industrie. Hintergrund seien die gesunkenen Weltmarktpreise für Energie- und Rohstoffe. Insgesamt verstetige sich damit in der Südwestindustrie eine verhaltene wirtschaftliche Erholung, deren Dynamik weiterhin deutlich vom Verlauf des Konflikts im Nahen Osten definiert werden dürfte.
Insgesamt verbuchte die Branche im Zeitraum von Januar bis Juni 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum preis- und arbeitstäglich bereinigt ein Auftragsplus von 2,1 Prozent. Das Auslandsgeschäft und das stärkere Inlandsgeschäft stützten diese positive Entwicklung, teilte das Statistische Landesamt weiter mit. (dpa/lsw)