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Stuttgart-21-Verzögerung: Regierung räumt Probleme für Tourismus ein

Die erneute Verzögerung bei Stuttgart 21 belastet nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums Tourismus und Gastgewerbe in der Region. Zugleich sieht das Land in den Erfahrungen mit dem Großprojekt grundsätzlichen Reformbedarf bei Genehmigungsverfahren.
IMAGO/Arnulf Hettrich)Stuttgart. Die erneute Verzögerung beim Bahnprojekt Stuttgart 21 belastet nach Ansicht des Wirtschaftsministeriums den Tourismus und das Gastgewerbe in der Region Stuttgart. Baustellen, Umleitungen und verkehrliche Einschränkungen erschwerten die Erreichbarkeit und beeinträchtigten die Aufenthaltsqualität für Gäste, räumt das Ministerium in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf einen Landtagsantrag der AfD-Fraktion ein.
Gleichzeitig gab das Ressort bekannt, dass das Land keine genaue Berechnung der finanziellen Folgeschäden vornimmt, die dem Industriestandort durch die Eröffnungsverschiebung auf das Jahr 2031 entstehen. Da es sich um ein eigenwirtschaftliches Projekt der Deutschen Bahn handle, liege keine staatliche Nutzen-Kosten-Rechnung vor, aus der sich solche Summen verlässlich ableiten ließen. Auch zu Verzögerungen bei der geplanten Bebauung des alten Gleisareals lägen keine konkreten Daten vor.
Fragen zur Umsetzbarkeit von Großprojekten in Deutschland
Nach Ansicht des Ministeriums werfen die Erfahrungen bei Stuttgart 21 Fragen zur Umsetzbarkeit von Großprojekten in Deutschland insgesamt auf. Um künftige Infrastrukturvorhaben schneller zu realisieren, fordert das Land vereinfachte und digitalisierte Genehmigungsverfahren. (epd)