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Hannebambel: Kein Idiot, aber doch etwas tollpatschig

Ein Hannebambel, im Unterland auch Hannebebbel genannt: kein hoffnungsloser Idiot, sondern eher ein liebenswert unbeholfener Zeitgenosse, dem man kopfschüttelnd noch eine zweite Chance gibt.
KI generiert mit ChatGPT, Promt: pkw)Sprachforscher sind sich nicht ganz einig, aber vieles deutet darauf hin, dass sich das Wort Hannebambel aus Hanne beziehungsweise Hans als Bezeichnung für einen gewöhnlichen Menschen und bambeln entwickelt hat, einem mundartlichen Verb für „baumeln“, „schlaff hängen“ oder „etwas unbeholfen herumhängen“. Schon beim Aussprechen hat man das Gefühl, jemand sei gegen einen Türrahmen gelaufen, habe sich entschuldigt und dabei den Kaffee verschüttet.
Im Hannebambel steckt etwas zutiefst Menschliches. Er ist kein Bösewicht und plant auch keinen Bankraub. Er vergisst höchstens die PIN seiner Bankkarte, nachdem er sie auf einen Merkzettel geschrieben hat, den er anschließend so sicher verwahrt, dass ihn niemand findet. Nicht einmal er selbst. Die Schönheit des Wortes liegt in seiner Milde. Wer „Idiot“ sagt, beleidigt. Wer „Hannebambel“ sagt, lächelt dabei. Es ist die sprachliche Form eines Kopfschüttelns mit Restbeständen von Zuneigung. Es ist der Mensch, der bei einer automatischen Schiebetür stehen bleibt und höflich wartet, bis sie jemand für ihn öffnet. Der ursprünglich wohl aus dem Hessischen stammende Begriff kenne ich als Unterländer in leicht abgewandelter Form als Hannebebbel.