Themen des Artikels

Um Themen abonnieren und Artikel speichern zu können, benötigen Sie ein Staatsanzeiger-Abonnement.Meine Account-Präferenzen

Nostalgie

Was wurde eigentlich aus dem Kaugummiautomaten?

Die kleinen Automaten sind altmodisch – aber erstaunlich zäh.
Kaugummiautomat mit drei Fächern, umliegende grüne Sträucher.

Der Verband der Automaten-Fachaufsteller schätzte Ende 2024, dass bundesweit noch mindestens eine halbe Million Kaugummiautomaten stehen oder hängen könnten.

IMAGO/Ayman Alahmed)

Münze rein, kräftig drehen und hoffen, dass unten nicht nur ein Kaugummi, sondern vielleicht sogar ein kleiner Ring herausfällt. Für viele Kinder der 1960er-, 70er- und 80er-Jahre war der Kaugummiautomat ein kleines Abenteuer für wenig Geld. Hinter der Scheibe warteten bunte Kugeln, Plastikfiguren oder andere kleine Schätze – und manchmal eine echte Überraschung.

In Deutschland verbreiteten sich die Automaten vor allem ab Ende der 1950er-Jahre. Sie hingen an Schulwegen, Bushaltestellen, Kiosken oder Hauswänden und ermöglichten Kindern damals oft schon einen ihrer ersten selbstständigen Käufe. Heute wirken die rein mechanischen Kästen wie Überbleibsel aus einer anderen Zeit. Verschwunden sind sie aber nicht. Wie viele es noch gibt, weiß niemand genau. Der Verband der Automaten-Fachaufsteller schätzte Ende 2024, dass bundesweit noch mindestens eine halbe Million stehen oder hängen könnten. Viele funktionieren bis heute ganz ohne Strom und hängen seit Jahrzehnten am selben Platz.

Einer, der dafür sorgt, dass sich die Räder weiterdrehen, ist Gerhard Jahn aus Kammeltal. Er betreut rund 15 000 Kaugummiautomaten in Bayern und Baden-Württemberg, füllt sie auf, leert Münzfächer und repariert Kästen. So bleibt der Kaugummiautomat ein Stück Alltagskultur.

Nutzen Sie die Vorteile unseres

Premium-Abos. Lesen Sie alle Artikel aus Print und Online für

0 € 4 Wochen / danach 219 € jährlich Nachrichten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg Jetzt abonnieren