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Sozialer Wohnungsbau

Wohnungswirtschaft beklagt lange Wartezeiten auf Fördermittelbescheide 

Der Wohnungsbau kommt in Baden-Württemberg noch immer nicht voran. Das liegt nach Einschätzung der Wohnungswirtschaft auch daran, dass die Bearbeitung von Fördermittelanträgen zu lange dauert.
Baustelle mit Betongebäude, Gerüst und rotem Baukran vor blauem Himmel.

Der Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen fordert von der Landesregierung die Bauvorschriften schnell zu vereinfachen.

IMAGO/EHL Media/Erik-Holm Langhof)

Baden-Baden. Der Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen (VBW) fordert eine deutliche Beschleunigung bei der Erteilung von Förderzusagen im Rahmen des Landeswohnraumförderprogramms. „Die soziale Wohnraumförderung ist derzeit eines der wichtigsten Instrumente, um trotz hoher Baukosten und gestiegener Zinsen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wenn Förderzusagen erst nach vielen Monaten oder sogar erst nach mehr als einem Jahr vorliegen, geraten Projekte ins Stocken oder werden unnötig verteuert“, erklärt der Verband bei seiner Fachtagung Baden-Badener Tage.

Verband fordert rasche Einführung des BW-Standards für einfaches Bauen

Nach den Erfahrungen von Mitgliedsunternehmen des VBW dauere es Monate, in manchen Fällen sogar mehr als ein Jahr, bis die Förderzusagen einträfen. Diese Verzögerungen erschwerten die Umsetzung dringend benötigter Wohnungsbauprojekte im Sozialwohnungsbau und erhöhten die Kosten erheblich.“Die Politik bleibt bislang hinter dem zurück, was notwendig wäre, um die Situation im Wohnungsbau zu verbessern“, kritisierte Verbandspräsident Peter Bresinski. Auf die positiven Ankündigungen des Koalitionsvertrages müssten jetzt auch rasch Taten folgen.

Dies gelte zum Beispiel für die Einführung des BW-Standard s, also eines Gebäudetypus, der kostengünstiges Bauen und Umbauen möglich machen soll, sagte Bresinski und ergänzte: „Da darf sich die Landesregierung bei der Einführung nicht weiter Zeit lassen. Verzichtbare Standards dürfen den dringend benötigten Wohnraum nicht weiterhin verteuern.“ Damit sich Mieter das Wohnen künftig noch leisten können, müsse bezahlbares Bauen zur Norm werden.

Für den Sozialwohnungsbau fordert Bresinski eine ausreichende Mittelausstattung, „damit Programme nicht schon mitten im Jahr ausgeschöpft sind.“

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