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Eckgespräch

Ritterlich-sportliche Diskretion

Quadratisch, praktisch, aber auch gut? Wie ist das Verhältnis eines Bürgermeisters zu seinem mutmaßlich wichtigsten Gewerbesteuerzahler? Das muss ein Geheimnis bleiben, ein anderes wurde dagegen bei einem geselligen Beisammensein des Beamtenbunds gelüftet. Ein Eckgespräch von Michael Schwarz.
Industrielles Gebäude mit bunten Quadraten und "Ritter Sport"-Schild.

Waldenbuch? Genau: Da kommt doch die Schokolade her.

Imago/Arnulf Hettrich)

„Don’t mention the war“, lautete ein Rat, der Engländern nach dem Krieg gegeben wurde, damit sie die Deutschen nicht gleich vor den Kopf stießen. Ähnliche Rücksichten empfehlen sich für Journalisten im Umgang mit Bürgermeistern, selbst wenn diese nicht mehr im Amt sind: Frage nie nach ihrem persönlichen Verhältnis zum größten Arbeitgeber und mutmaßlich wichtigsten Gewerbesteuerzahler!

Marzipan und Pfefferminz

Andernfalls bekommt man nämlich Sätze zu hören wie: „Dazu äußere ich mich nicht.“ Dabei dürfte Michael Lutz einiges zu diesem Thema einfallen, schließlich war er 24 Jahre Bürgermeister von Waldenbuch, bevor er vor einem Jahr zum Beamtenbund wechselte. Dieser lud am Mittwoch zu einem geselligen Beisammensein ein. Und Lutz beantwortete dann doch zumindest die Frage, wie seine Lieblingsschokolade heißt. Ritter Sport natürlich und dass er die schon als Schüler zu schätzen lernte. Als er in Wendlingen aufs Gymnasium kam, fuhr man mit den Neuen nämlich nach Waldenbuch, Bruchschokolade kaufen. Zehn Tafeln einer Sorte, spottbillig. Danach saßen die Fünftklässler vor dem Werktor und tauschten ihre Marzipan- und Pfefferminztafeln untereinander aus.

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